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IS-Kämpfer an der türkischen Grenze.

Dokumente mit Anschlagsplänen

Hinweise auf IS-Kämpfer im Raum Mailand

Rom - Der libysche Geheimdienst hat Hinweise auf IS-Kämpfer im Raum Mailand gefunden. In IS-Verstecken in der libyschen Dschihadisten-Hochburg Sirte seien Dokumente mit Namen und Anschlagsplänen gefunden worden.

Das schreibt der „Corriere della Sera“ am Samstag. Die libyschen Stellen seien bereit, die Namen an die italienischen Behörden weiterzugeben.

Mit der Einheitsregierung verbündete Milizen in Libyen hatten nach eigenen Angaben vor wenigen Tagen das libysche IS-Hauptquartier in Sirte erobert. Die in Sirte gefundenen handschriftlichen Notizen und Papiere, die teils von Bränden in Mitleidenschaft gezogen worden seien, würden nun entziffert und zusammengefügt, hieß es in dem Zeitungsbericht. Die Dokumente enthielten auch Informationen über die Rolle von IS-Anführern.

Dutzende, wenn nicht Hunderte von militanten Anhängern des Islamischen Staates seien in Richtung Europa aufgebrochen, eine erste Etappe sei Italien, hieß es in dem Bericht weiter. Teils kämen sie auf anderen Wegen, viele seien aber auch unter den Massen verzweifelter Menschen auf den Booten der Schlepper.

Italien schiebt mutmaßliche Terroristen ab

Italien schiebt immer wieder mutmaßliche Islamisten ab. Am Samstagnachmittag sei ein 49 Jahre alter Tunesier des Landes verwiesen worden, teilte Innenminister Angelino Alfano mit. Der Imam der Moschee in der süditalienischen Stadt Andria war demnach im Juli von der Polizei unter Terrorverdacht verhaftet worden.

Am Abend zuvor hatten die Behörden die Ausweisung eines 26 Jahre alten Tunesiers angeordnet, der auf Facebook die jüngsten islamistischen Anschläge gepriesen und einen Selbstmordanschlag in Pisa angekündigt hatte. Die Pläne sollen sich auf einen historischen Torbogen der alten Stadtmauer oder sogar den berühmten Schiefen Turm von Pisa bezogen haben, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Seit Anfang 2015 wurden nach Angaben des italienischen Innenministeriums 109 mutmaßliche Islamisten ausgewiesen, unter ihnen neun Imame.

dpa

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