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Friedrich Merz (60) ist seit über einem Jahrzehnt nicht mehr politisch aktiv.

Ehrengast beim "Außenpolitischen Club"

Warum Seehofer Merz zu sich einlädt

München – Die CSU-Spitze lädt Friedrich Merz zu einem nichtöffentlichen Gespräch ein. Warum der Ex-Merkel-Kontrahent als Ehrengast auftritt.

Der frühere CDU-Hoffnungsträger, der im Disput mit Kanzlerin Angela Merkel aus der Politik ausschied, tritt am Montagabend als Ehrengast im „Außenpolitischen Club“ von CSU-Chef Horst Seehofer auf. Merz soll als Vorstandschef des Transatlantiker-Vereins „Atlantik-Brücke“ in München referieren.

Merz, inzwischen als Anwalt aktiv und 60 Jahre alt, gilt vielen Merkel-Kritikern als Alternative, weil er für einen wirtschaftsorientierten und stärker wertkonservativen Kurs steht. Der Westfale war 2002 von Merkel als Unionsfraktionschef im Bundestag gestürzt worden. Beider Verhältnis nahm daran erheblichen Schaden, wenngleich Merz sich mit öffentlicher Kritik zurückhielt.

Als konspiratives Treffen ist Merz’ Auftritt bei der CSU nicht primär gedacht, ein kleines Signal nach Berlin dürfte Seehofer aber auch willkommen sein. Schwerpunktthema des Außenpolitischen Clubs soll die Rolle der Bundeswehr in der weltweiten Sicherheitsarchitektur und bei der Terrorabwehr sein. 

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