Jemenitische Soldaten sichern die Straßen zum Präsidentenpalast. Foto: Abdulrahman Hwais
+
Jemenitische Soldaten sichern die Straßen zum Präsidentenpalast. Foto: Abdulrahman Hwais

Huthi-Rebellen greifen Präsidentenpalast im Jemen an

Sanaa (dpa) - Vor dem Präsidentenpalast in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind am Montag Gefechte der Palastgarde mit schiitischen Huthi-Rebellen ausgebrochen.

Augenzeugen berichteten von mindestens einer Explosion und schwerem Gewehrfeuer rund um den Palast. Der jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi ist nach Angaben der jemenitischen Nachrichtenseite "Barakish Net" außer Lebensgefahr. Er habe zu einem Waffenstillstand aufgerufen.

Die Huthis wie auch offizielle Armeesprecher gaben jeweils der anderen Seite die Schuld an der Eskalation der Gewalt. Bewaffnete Huthis hätten sich unerlaubt dem Palast genähert, sagte ein Armeesprecher der Deutschen Presse-Agentur. Daraufhin hätten Soldaten das Feuer auf die Aufständischen eröffnen müssen. Ein Huthi-Sprecher hingegen erklärte, der Angriff der Armee sei grundlos erfolgt. Die Miliz nehme nun ihr Recht auf Gegenwehr wahr.

Nach Angaben von Augenzeugen hielten die Gefechte trotz Hadis Aufruf zur Waffenruhe am Vormittag an. Das Militär habe Panzer vor Ort aufgefahren, auch die Huthis würden ihre Truppen verstärken. Die Zusammenstöße sind die schwersten, seit die Aufständischen im September vergangenen Jahres die Hauptstadt erobert hatten. 

Die Huthis fühlen sich in der Regierung des Landes nicht ausreichend repräsentiert und hatten weite Teile des Jemens unter ihre Kontrolle gebracht. Erst am Samstag hatten sie den Büroleiter Hadis entführt, um die Ausarbeitung einer neuen Verfassung zu verhindern.

Artikel auf Barakish Net, Arabisch

Meistgelesene Artikel

G7-Ticker: China warnt im Inselstreit

Ise-Shima - Beim G7-Gipfel in Japan treffen sich heute die Staats- und Regierungschefs der sieben größten Industrieländer. Alle Informationen aus Ise-Shima im …
G7-Ticker: China warnt im Inselstreit

Estland fordert ständige Präsenz von Nato-Truppen im Baltikum

Berlin - Estlands Regierungschef Taavi Roivas fordert zum Schutz vor Russland eine dauerhafte Präsenz von Nato-Truppen im Baltikum. Die bisherigen Vereinbarungen reichen …
Estland fordert ständige Präsenz von Nato-Truppen im Baltikum

Umfrage: AfD in Brandenburg-Umfrage bei 20 Prozent

Potsdam (dpa) - Nach ihrem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt kommt die rechtspopulistische AfD nun auch in einer Umfrage in Brandenburg auf 20 Prozent.
Umfrage: AfD in Brandenburg-Umfrage bei 20 Prozent

Gysi nennt Linke saft- und kraftlos

Berlin (dpa) - Der Ex-Fraktionschef der Linken, Gregor Gysi, hat heftige Kritik am Zustand seiner Partei geübt. Sie sei "saft- und kraftlos", sagte der …
Gysi nennt Linke saft- und kraftlos

Kommentare