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US-Präsident Barack Obama denkt darüber nach, im Irak militärisch einzugreifen.

Terrorgruppe auf dem Vormarsch

Obama schließt Einsatz von Bodentruppen aus

Washington/Bagdad - Die Lage im Irak wird immer dramatischer. Die Islamisten versuchen, Bagdad einzukreisen. In ihrem Herrschaftsbereich richten sie Gegner hin. Teheran und Washington sind alarmiert.

Ungeachtet der Zuspitzung der Lage im Irak hat US-Präsident Barack Obama die Entsendung von Bodentruppen ausgeschlossen. "Wir werden keine US-Truppen zurück zum Kampf in den Irak schicken", sagte Obama am Freitag in Washington. Allerdings habe er sein Team für Nationale Sicherheit angewiesen, ihm eine "Reihe anderer Optionen" vorzulegen, die er "in den kommenden Tagen" begutachten werde. Die irakische Regierung soll in Washington angefragt haben, die auf Bagdad vorrückenden islamistischen Extremisten mit Drohnenangriffen zu bekämpfen.

"Das sollte ein Weckruf sein", sagte Obama zu dem Vormarsch der sunnitischen Dschihadistengruppe Islamischer Staat im Irak und der Levante (Isil). Der Präsident bekräftigte, dass der Irak "zusätzliche Unterstützung" benötige. Allerdings seien auch die politischen Verantwortlichen im Irak gefordert, die Differenzen zwischen den Bevölkerungsgruppen zu überwinden. Außerdem müsse die Regierung in Bagdad ein schlagkräftiges Militär aufbauen. "Wir können das nicht für sie machen", sagte Obama.

Die USA greifen dem Irak mit Waffenlieferungen und Geheimdienstinformationen unter die Arme. Nach Angaben des Pentagon verkaufte Washington dem irakischen Militär unter anderem Apache-Kampfhubschrauber, F-16-Kampfflugzeuge sowie Hellfire-Raketen. Der US-Kongress berät über weitere Hilfen im Umfang von einer Milliarde Dollar, darunter Humvee-Geländewagen und Flugzeuge vom Typ AT-6C Texan II. Die US-Armee bildet außerdem Einheiten des irakischen Militärs aus.

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