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Eine Szene aus Teherans Straßen.

Zusätzlich noch drei weitere Gefangene 

Iran lässt "Washington-Post"-Reporter frei

Teheran - Der Iran hat den „Washington-Post“-Reporter Jason Rezaian freigelassen. Das bestätigte am Samstag die iranische Staatsanwaltschaft nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars.

Unmittelbar vor dem erwarteten Inkrafttreten des Abkommens zum iranischen Atomprogramm hat Teheran vier Gefangene mit doppelter Staatsbürgerschaft freigelassen. Die Freilassungen erfolgten im "nationalen Interesse" im Rahmen eines Gefangenen-Austauschs auf Anweisung des Nationalen Sicherheitsrates, erklärte der Teheraner Generalstaatsanwalt Abbas Dschafari Dolatabadi am Samstag. 

Im Iran waren mehrere Iraner mit doppelter britischer oder US-Staatsbürgerschaft inhaftiert, darunter der "Washington Post"-Korrespondent Jason Rezaian. Die Ankündigung erfolgte, während in Wien der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zu Gesprächen über die Umsetzung des im Juli geschlossenen Abkommens zum iranischen Atomprogramm zusammen kam. Später sollte auch US-Außenminister John Kerry zu den Gesprächen dazustoßen. 

Der US-Sender CNN berichtete unter Berufung auf US-Quellen, auf US-Seite seien sieben iranische Gefangene freigelassen worden. Im Rahmen des Gefangenenaustauschs mit den USA würden vier amerikanische Bürger im Iran freigelassen. 

Rezaian war seit 2014 im Iran festgehalten worden und saß seit über 500 Tagen 

im berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran. Dem Iran-Korrespondenten der „Washington Post“ wurden Spionage für die USA und Propaganda gegen die Islamische Republik Iran vorgeworfen. Rezaian soll über eine US-Journalistin Insider-Informationen an das Weiße Haus weitergeleitet haben.

Der 39-Jährige hat die Anschuldigungen stets bestritten. Er sei im Iran lediglich seiner journalistischen Arbeit nachgegangen. Auch die US-Regierung hat die Anklagen als absurd zurückgewiesen und die sofortige Freilassung Rezaians gefordert. Gegen ihn wurde schon im Oktober vergangenen Jahres ein Urteil gefällt. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch immer wieder betont, dass dieses noch nicht rechtskräftig sei.

AFP/dpa

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