Spaziergang vor den Gesprächen: US-Außenminister John Kerry am Genfer See. Foto: Jean-Christophe Bott
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Spaziergang vor den Gesprächen: US-Außenminister John Kerry am Genfer See. Foto: Jean-Christophe Bott

Iran und USA setzen Atomgespräche fort

Montreux (dpa) - Die USA und der Iran haben ihre Atomgespräche fortgesetzt. Der amerikanische Außenminister John Kerry traf sich am Abend mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif im schweizerischen Montreux.

Über die Ergebnisse der mehrstündigen Runde gab es zunächst keine Berichte. US-Außenamtssprecherin Marie Harf bestätigte, dass die Verhandlungen am Dienstag fortgesetzt werden.

Die 5+1-Gruppe (die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats plus Deutschland) haben noch bis Ende März Zeit für eine Einigung. Der Westen will verhindern, dass der Iran Atomwaffen bauen kann. Bei den Verhandlungen geht es um die Frage, wie viel Uran Teheran anreichern darf. Teheran betont, es wolle keine Atomwaffen entwickeln.

Sarif hatte mit Blick auf die Verhandlungen in der Stadt am Genfer See von "gewissen Fortschritten" gesprochen. Deshalb sei das erneute Treffen innerhalb einer Woche angesetzt worden. Laut Medienberichten war der Beginn zunächst am Dienstag geplant und nicht schon am Montag.

Worum es sich genau bei diesen Fortschritten handelt, sagte Sarif nicht. Auch die US-Seite machte keine näheren Angaben. Aber in dem Hauptstreitpunkt, die Menge der iranischen Urananreicherung und dementsprechend die Anzahl der Zentrifugen, sollen neue Kompromisse gefunden worden sein. Auch in der Frage der für die iranische Wirtschaft enorm wichtigen Aufhebung der Sanktionen soll es eine Annäherung gegeben haben.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu spricht am Dienstag vor dem US-Kongress, um vor einem Abkommen des Westen mit dem Iran zu warnen. In seiner Rede gehe es um die "potenzielle Einigung mit dem Iran, die das Überleben Israels gefährden könnte", sagte er am Montag vor der pro-israelischen Lobby-Organisation Aipac in Washington. Die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power wies dies zurück. "Die Vereinigten Staaten werden es niemals zulassen, dass der Iran Atomwaffen erhält. Punkt."

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