Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Saudi-Arabien sind zahlreiche Menschen verletzt und getötet worden.
+
Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Saudi-Arabien sind zahlreiche Menschen verletzt und getötet worden.

Täter sprengte sich in die Luft

IS bekennt sich zu Anschlag in Saudi-Arabien

Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu dem Selbstmordanschlag auf eine sunnitische Moschee in Saudi-Arabien mit 15 Toten bekannt. Das Bekennerschreiben tauchte im Internet auf.

Wie das Innenministerium bekannt gab, riss der Täter zwölf Polizisten und drei Angestellte der Moschee mit in den Tod, als er sich am Donnerstag in dem südwestlichen Ort Abha in die Luft sprengt. Neun weitere Menschen wurden demnach verletzt. Die Moschee steht laut Medienberichten auf einem Gelände der Anti-Terror-Polizei.

Zu der Tat bekannte sich ein bisher unbekannter lokaler Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) namens Hidschas. Zugleich wurde in der Veröffentlichung mit weiteren Anschlägen in der Region gedroht. Die Echtheit der Angaben konnte nicht überprüft werden. Eine offizielle Bestätigung der saudischen Behörden gab es ebenfalls zunächst nicht.

Der Anschlagsort liegt in der Grenzregion zum Bürgerkriegsland Jemen. Dort fliegt ein von den Saudis angeführtes Militärbündnis seit März Luftschläge gegen die schiitischen Huthi-Rebellen.

In dem streng islamischen Königreich gibt es seit Monaten immer wieder Terroranschläge. Auch zu diesen Angriffen meist auf schiitische Moscheen hatte sich die sunnitische IS-Terrormiliz bekannt. Für sie sind Schiiten vom wahren Glauben abgefallen. Der neue Anschlag galt jedoch offensichtlich den Sicherheitskräften. In Saudi-Arabien ist der sunnitische Wahhabismus, eine besonders konservative Interpretation des Islam, Staatsreligion.

dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Papst Franziskus besucht Auschwitz

Krakau (dpa) - Papst Franziskus ist im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz eingetroffen. An dem Ort unvorstellbarer Nazi-Verbrechen durchschritt er das …
Papst Franziskus besucht Auschwitz

Opposition kritisiert Merkel: Fluchtursachen ausgeklammert

Die unter Druck geratene Kanzlerin kündigt nach den Anschlägen in Bayern Maßnahmen für mehr Sicherheit an. Die Opposition warnt vor einer Verengung des Blickes.
Opposition kritisiert Merkel: Fluchtursachen ausgeklammert

Streit um Gesetzesänderung für Bundeswehreinsatz im Inland

Nach den Anschlägen in Bayern flammt der Streit über eine Grundgesetzänderung für einen erweiterten Einsatz der Bundeswehr im Inland wieder auf. Eine Spiegelfechterei?
Streit um Gesetzesänderung für Bundeswehreinsatz im Inland

Kirchen-Anschlag: Premier Valls räumt "Versagen" der französischen Justizbehörden ein

Saint-Etienne-du-Rouvray - In Nordfrankreich kam es zu einer Geiselnahme in einer Kirche. Die Täter haben einem Pfarrer die Kehle durchgeschnitten und wurden von der …
Kirchen-Anschlag: Premier Valls räumt "Versagen" der französischen Justizbehörden ein

Kommentare