Kampf um Kobane

IS-Extremisten bei US-Luftangriffen getötet

Kobane - Bei Luftangriffen der USA und ihrer Verbündeten in der nordsyrischen Stadt Kobane sollen mindestens 21 Extremisten ums Leben gekommen sein. Die Verteidiger der Stadt warten auf Verstärkung.

Die Opfer hätten zur „Religionspolizei“ des IS gehört, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag. Auch ein IS-Kämpfer aus Dänemark sei getötet worden. Die Extremisten versuchten zugleich erneut, die Verbindung zwischen Kobane und der Türkei abzuschneiden.

Die Verteidiger von Kobane warten weiterhin auf die Verstärkung aus dem Nordirak. Die 150 Peschmerga-Kämpfer halten sich in der Türkei nahe der Grenze zu Syrien für ihren Einsatz in der Stadt bereit. Eine Vorhut hatte am Donnerstag die Lage in Kobane erkundet, war dann aber wieder in die Türkei zurückgekehrt. Die Peschmerga sollen dabei helfen, die belagerte Stadt gegen die Extremisten zu verteidigen.

Die Kämpfer und ihre schweren Waffen waren am Mittwoch in der Türkei angekommen. Vertreter der Kurden in Kobane warfen der Türkei laut Medienberichten vor, die Peschmerga an der Grenze festzuhalten.

Die Regierung in Ankara hatte in der vergangenen Woche ihre Erlaubnis gegeben, dass die Kämpfer über ihr Staatsgebiet nach Kobane verlegt werden dürfen. Sie tut sich jedoch mit jeder Hilfe für die kurdischen Volksschutzeinheiten in der Stadt schwer, da diese mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK verbunden sind. Die PKK ist in der Türkei als Terrororganisation verboten.

Die Verteidiger von Kobane hatten in dieser Woche bereits Unterstützung von weiteren Kämpfern der gemäßigten Freien Syrischen Armee (FSA) erhalten. Diese kämpft sowohl gegen den IS als auch gegen das syrische Regime. Kurdische Volksschutzeinheiten, FSA und die Peschmerga aus Nordirak wollen in Kobane ein gemeinsames Operationszentrum gründen, um den Kampf gegen den IS zu koordinieren.

Die Beobachtungsstelle für Menschenrechte warf dem Regime von Präsident Baschar al-Assad vor, in der Nähe der Stadt Homs 36 Menschen zu Tode gefoltert zu haben. Die meisten Opfer stammten aus dem Ort Al-Karatain und seien in Gefängnissen umgebracht worden, erklärten die Menschenrechtler.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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