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So sah es vor einem Jahr aus, als die Terrormiliz IS ein Öldepot in Libyen angriff. Den Angriff am Montag konnte die Luftwaffe verhindern.

Ein Anführer verhaftet

IS attackiert Ziel in Libyen - Festnahmen in Pakistan

Tripolis/Islamabad - In Libyen haben IS-Terroristen einen Ölhafen angegriffen. In Pakistan sind ebenfalls am Montag 42 Terroristen festgenommen worden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat Militärangaben zufolge Libyens größten Ölhafen angegriffen. Die Luftwaffe der international anerkannten Regierung in Tobruk habe die Attacke nahe des Hafens Al-Sidra am Montag vereitelt, sagte der Sprecher. Nach Angaben einer Einheit zum Schutz der Erdölindustrie seien bei den Gefechten nahe des Hafens zwei Wachen und zehn Dschihadisten getötet worden.

Der IS-Ableger in Libyen beherrscht einen Landstreifen am Mittelmeer rund um die Stadt Sirte. Nahe dieses Gebietes liegen auch die reichen Erdölvorkommen des Bürgerkriegslandes. Der wachsende Einfluss der Dschihadisten in der Region hatte zuletzt Besorgnis ausgelöst.

Die zwei rivalisierenden Regierungen in Libyen hatten im Dezember einen UN-Friedensplan für das Land unterzeichnet. Er sieht die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit vor.

42 IS-Kämpfer in Pakistan festgenommen

Die Behauptung der pakistanischen Regierung, die Terrormiliz Islamischer Staat sei nicht aktiv im Land, erhält einen weiteren Schlag. Am Montag gab der Justizminister der Provinz Punjab, Rana Sanaullah, bekannt, dass man am Wochenende 42 IS-Anhänger festgenommen habe.

Darunter seien der „IS-Anführer in der Hauptstadt Islamabad, Amir Mansur, sein Stellvertreter Abdullah Mansuri sowie der Chef des IS in der Provinz Sindh, Umer Kathio“ gewesen, sagte Minister Sanaullah. Die Männer hätten Schläferzellen für die Terrormiliz etabliert.

Erst vor einer Woche hatte die Polizei in Punjab 13 Unterstützer der Terrormiliz festgenommen. Nach Polizeiangaben wurden Waffen, Explosivstoffe und große Mengen Werbematerial für den IS gefunden. Die Zeitung „Dawn“ berichtete, die Mitglieder der Zelle hätten eine „Infrastruktur für Attentate im ganzen Land aufgebaut“. Sie hätten außerdem versucht, neue Mitglieder zu rekrutieren.

Punjab ist auch Heimat der schiitenfeindlichen Bewegung Lashkar-e Janghvi, deren Anführer Malik Ishaq im Frühjahr 2015 dem Islamischen Staat Gefolgschaft geschworen hatte. Ishaq wurde kurz darauf in einem Gefecht mit der Polizei getötet.

Der Islamische Staat will in der Region die so genannte Provinz Khorasan etablieren. Die soll sich unter anderem über pakistanisches und afghanisches Staatsgebiet erstrecken.

dpa

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