Nach Terror-Anschlag

Israelis sollen Türkei umgehend verlassen

Jerusalem/Istanbul - Israel hat seine Bürger aufgefordert, angesichts drohender Terroranschläge die Türkei umgehend zu verlassen.

Israels Nationaler Sicherheitsrat verschärfte am Montag nach einer Beratung eine bereits bestehende Reisewarnung für israelische Bürger. Es bestehe in der ganzen Türkei eine „konkrete hohe Gefahr“ neuer Anschläge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf Touristen, darunter auch Israelis.

Ein Selbstmordattentäter hatte am 19. März auf einer belebten Einkaufsstraße in Istanbul vier Menschen mit in den Tod gerissen, darunter drei Israelis. Zehn von rund 40 Verletzten waren ebenfalls Israelis. Der Anschlag beweise „hohe Fähigkeiten“ des Terrornetzwerks in der Türkei, hieß es in der Mitteilung des Sicherheitsrats.

Fotos vom Anschlag in Istanbul

Fotos vom Anschlag in Istanbul

Die türkische Polizeidirektion hatte nach Angaben des Senders CNN Türk am Samstag vor Anschlägen aus dem Umfeld der Terrormiliz IS auf jüdische und christliche Einrichtungen während der Osterfeiertage gewarnt. Die Bevölkerung sei vor allem in der Hauptstadt Ankara zu besonderer Achtsamkeit aufgerufen. CNN Türk berichtete weiter, die Polizeipräsenz um sensible Orte wie Synagogen und Kirchen sei verstärkt worden.

Tote und Verletzte bei Selbstmordanschlag in Istanbul

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Vermächtnis der Zeitzeugen

München - Zum Tod des KZ-Überlebenden Max Mannheimer kommentiert Merkur-Redakteurin Katrin Woitsch.
Vermächtnis der Zeitzeugen

Noch eine Rolle rückwärts

München - Das Ergebnis des Balkan-Gipfels kommentiert Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur.
Noch eine Rolle rückwärts

Grenzschutz statt Willkommensgruß

Wien - Österreich versucht, in der Flüchtlingskrise zu einer treibenden Kraft zu werden. Seine neue Anti-Willkommenspolitik garniert es mit diplomatischen Versuchen, …
Grenzschutz statt Willkommensgruß

CDU-Generalsekretär begrüßt Sexismus-Debatte 

Berlin - Eine junge Berliner CDU-Politikerin hat Sexismus in ihrer Partei angeprangert. Generalsekretär Peter Tauber reagierte positiv und forderte mehr Sensibilität bei …
CDU-Generalsekretär begrüßt Sexismus-Debatte 

Kommentare