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In Japan hält man an dem Atomkurs fest.

Vier Jahre nach Fukushima-Katastrophe

In Japan rückt Wiederanfahren von Atomreaktoren näher

Tokio - Erfolg für Japans Regierungschef, Niederlage für die Atomkraftgegner: Ein Gericht stärkt Abes Atomkurs. Dabei hatte seine Regierung noch vor wenigen Tagen einen juristischen Dämpfer einstecken müssen.

Vier Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima ist Japan der Rückkehr zur Kernenergie einen Schritt näher gekommen. Ein Gericht wies am Mittwoch die Forderung von Bürgern zurück, ein Wiederanfahren zweier Reaktoren des Betreibers Kyushu Electric Power im Atomkraftwerk Sendai zu stoppen. Das Urteil ist ein Erfolg für Ministerpräsident Shinzo Abe, der möglichst schnell die ersten nach der Atomkatastrophe abgeschalteten Meiler im Lande wieder in Betrieb sehen will.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein anderes Gericht das Wiederanfahren zweier Reaktoren im Akw Takahama in Westjapan unterbunden und damit Abe einen Stolperstein in den Weg gelegt. Die Reaktoren in Sendai in Südwestjapan sollen im Juli ans Netz gehen.

Die Reaktoren in der südwestlichen Provinz Kagoshima hatten genauso wie die beiden Reaktoren in Takahama die nach dem GAU in Fukushima verschärften Sicherheitsauflagen erfüllt. Daraufhin gab die Atomaufsichtsbehörde für beide Standorte grünes Licht zum Wiederanfahren.

Das Bezirksgericht in Fukui hatte das Hochfahren der Reaktoren in Takahama jedoch in einer einstweiligen Verfügung kürzlich unterbunden. Begründung: Die neuen Sicherheitsauflagen - laut der Regierung die „strengsten der Welt“ - seien „zu locker“.

Die Richterkollegen in Kagoshima kamen dagegen für die Reaktoren in Sendai nun zum gegenteiligen Urteil. Derzeit stehen sämtliche 48 kommerziellen Reaktoren in Japan still. Sie gingen nach dem Super-Gau in Fukushima im März 2011 Schritt für Schritt vom Netz.

Die rechtskonservative Regierung will zur Atomkraft zurückkehren. Sie setzt sich damit über den breiten Widerstand in der eigenen Bevölkerung hinweg. In Umfragen spricht sich eine Mehrheit der Bürger immer wieder gegen eine Rückkehr zur Atomkraft aus.

dpa

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