Bewaffnete Männer in Sanaa.
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Bewaffnete Männer versperren in Sanaa die Straße, in der das Selbstmordattentat passierte.

In Hauptstadt Sanaa

Jemen-Krise: Tote bei Selbstmordattentat

Sanaa - Die Krise im Jemen verschärft sich. Bei einem Selbstmordanschlag auf schiitische Huthi in der Hauptstadt Sanaa kamen Dutzende Menschen ums Leben.

Bei einem Selbstmordanschlag sind im Jemen zahlreiche Menschen getötet worden. Ziel des Attentäters war eine Versammlung schiitischer Huthi-Rebellen in der Hauptstadt Sanaa, wie Vertreter des Stammes und arabische Medien am Donnerstag übereinstimmend berichteten. Nach Huthi-Angaben wurden 43 Menschen getötet und 150 weitere verletzt. Der Nachrichtensender Al-Arabija war zunächst von mindestens zehn Toten ausgegangen. Damit verschärft sich die seit Wochen andauernde politische Krise in dem arabischen Land weiter.

Huthi-Rebellen hatten im September die Hauptstadt überrannt. Die Schiiten fordern mehr politische Mitbestimmung im sunnitisch regierten Jemen. In einem von den Vereinten Nationen vermittelten Friedensvertrag wurde daraufhin die Bildung einer Einheitsregierung vereinbart. Allerdings hat der von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi mit der Kabinettsformierung beauftragte Ahmad Awad bin Mubarak seine Nominierung nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur Saba inzwischen abgelehnt. Seine Ernennung zum Ministerpräsidenten war auf starken Widerstand bei den schiitischen Aufständischen gestoßen.

Mann sprengte sich in die Luft

Der Angreifer hat sich am Donnerstag nach Huthi-Angaben an einem Checkpoint zum Tahrir-Platz in der Hauptstadt in die Luft gesprengt. Dort hatten sich die Rebellen zum Protest versammelt. Zu dem Bombenanschlag bekannte sich zunächst niemand. Allerdings sind es meist Unterstützer der sunnitischen Terrororganisation Al-Kaida, die im Jemen solche Angriffe verüben.

Die Huthis bekennen sich zum saiditisch-schiitischen Islam. Die Mehrheit der Bevölkerung im Jemen ist sunnitisch. 2004 hatten die Huthis einen bewaffneten Aufstand gegen Präsident Ali Abdullah Salih begonnen. Nach Salihs Sturz 2011 konnten die Schiiten mit ihrer Kritik am reichen Establishment in Sanaa auch Sympathien in einigen sunnitischen Kreisen gewinnen. Sunnitische Extremisten wiederum halten schiitische Muslime für Anhänger eines falschen Glaubens.

dpa

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