Die Bundesvorsitzende der Jusos, Johanna Uekermann, will eine Jugendquote in den deutschen Parlamenten. Nur so könnten die Interessen junger Menschen besser vertreten werden. Foto: Daniel Karmann/Archiv
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Die Bundesvorsitzende der Jusos, Johanna Uekermann, will eine Jugendquote in den deutschen Parlamenten. Nur so könnten die Interessen junger Menschen besser vertreten werden. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Juso-Chefin Uekermann will Jugendquote für Parlamente

Berlin (dpa) - Die Jusos wollen mehr junge Leute als Abgeordnete in die Parlamente bringen. Der SPD-Nachwuchs forderte eine Jugendquote für die Parlamente, damit die Interessen junger Menschen besser vertreten werden.

Sie sollten entsprechend dem Anteil ihrer Altersgruppen an der Bevölkerung repräsentiert sein, sagte Juso-Chefin Johanna Uekermann der deutschen Ausgabe der Online-Zeitung "Huffington Post". Die Parteien sollten dafür einen Teil ihrer vorderen Listenplätze bei Wahlen für junge Kandidaten reservieren. "Anders funktioniert es nicht, mehr junge Leute in die Parlamente zu bekommen."

Juso-Sprecher Johannes Melcher erläuterte, die Forderung nach einer Jugendquote für die Volksvertretungen gehe mit der Forderung nach einer Änderung des passiven und aktiven Wahlrechts einher. Wählen und gewählt werden sollte einheitlich auf allen Ebenen mit 16 Jahren möglich sein, das sei bereits Beschlusslage bei den Jusos. Uekermann plädiere nicht für starre Quoten, hieß es. Vielmehr wolle sie eine Debatte anstoßen.

Nach geltendem Wahlrecht können sich 18-Jährige als Kandidaten zur Wahl in den Bundestag, in die Landtage oder Kommunalvertretungen aufstellen lassen. Für den Hessischen Landtag gilt ein Mindestalter von 21 Jahren. Aktiv wahlberechtigt sind 18-jährige deutsche Staatsbürger. Bei Landtagswahlen in einigen Ländern sind bereits 16-Jährige wahlberechtigt.

Bericht "Huffington Post"

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