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Wegen einer verdächtigen Postsendung ist das Bundeskanzleramt abgesperrt worden. Foto: Michel Kappeler

Verdächtige Post am Kanzleramt - kein Sprengstoff gefunden

Am Kanzleramt schlägt ein Sprengstoffhund an. Spezialkräfte überprüfen Postsendungen - können aber bald darauf Entwarnung geben.

Berlin (dpa) - Wegen des Verdachts auf Sprengstoff ist das Kanzleramt am Mittwoch vorübergehend abgesperrt worden. Experten gaben jedoch bereits nach kurzer Zeit Entwarnung.

Ein Sprengstoffhund hatte am Morgen bei der routinemäßigen Überprüfung der Post auf dem Gehweg vor der Zufahrt angeschlagen. In den Postkisten habe das Entschärferteam dann aber nichts Verdächtiges gefunden, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Das Gebäude wurde nicht evakuiert. Es war noch unklar, was den Alarm letztlich ausgelöst habe. Die Briefe wurden zugestellt.

Die Post wird vor dem Kanzleramt kontrolliert, bevor sie ins Gebäude gelangt. Daher musste auch lediglich die Hauptzufahrt gesperrt werden, die Regierungszentrale blieb über weitere Zufahrten erreichbar. Die Kabinettssitzung unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel begann planmäßig um 9.30 Uhr. Die Absperrbänder wurden kurz vor 11 Uhr wieder entfernt.

Insgesamt überprüften Spezialkräfte der Bundespolizei und des Landeskriminalamts (LKA) Berlin vier Postsammelbehälter mit Briefsendungen, wie ein Sprecher berichtete. Fünf Umschläge seien aufgrund ihrer Beschaffenheit vor Ort genauer unter die Lupe genommen worden. Nach dpa-Informationen waren die Absender unauffällig und ließen keinen Rückschluss auf eine mögliche Bedrohung zu.

Der Alarm im Kanzleramt war nicht der erste seiner Art. Briefbomben aus Athen sorgten auch Anfang November 2010 in mehreren europäischen Ländern für Aufruhr. Gerichtet waren sie unter anderem an ausländische Botschaften in der griechischen Hauptstadt, den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg, den italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi - und Merkel. Experten entschärften damals ein Päckchen mit Sprengstoff im Bundeskanzleramt, niemand wurde verletzt. Merkel war zum Zeitpunkt des Alarms in Belgien.

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