Kerry trifft auch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping. Foto: NG Han Guan
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Kerry trifft auch Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping.

Gespräch ein China

Kerry will China zu mehr Druck auf Nordkorea bewegen

Peking - Der amerikanische Außenminister John Kerry ist zu Gesprächen in Peking. Und mahnt dabei eindringlich mehr Druck auf Nordkorea auszuüben.

US-Außenminister John Kerry hat China zu mehr Druck auf Nordkorea aufgefordert, um das Land von seinem Atomwaffenprogramm abzubringen. Kerry kam mit seinem Amtskollegen Wang Yi in Peking am Mittwoch in Peking überein, nach dem vierten nordkoreanischen Atomtest beschleunigt an einer neuen Resolution im UN-Sicherheitsrat zu arbeiten. Allerdings gab es Uneinigkeit über den Inhalt.

Mit scharfen Worten warnte Kerry vor der Gefahr durch Nordkorea und seinen jungen Machthaber für die Welt. „Die Taten Kim Jong Uns sind rücksichtslos und sie sind gefährlich.“ Mit seinem Raketenprogramm arbeite Nordkorea daran, jeden Flecken der Welt zu erreichen. Kerry warnte: „Die USA werden tun, was notwendig ist, um die Menschen in unserem Land und unsere Freunde in der Welt zu beschützen.“

Unter Hinweis auf den vielfältigen wirtschaftlichen Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen China und seinem Nachbarn sagte Kerry, es gebe viele Wege, um Einfluss auszuüben. „Es können wirksame Schritte unternommen werden.“ Die angestrebte „starke Resolution“ müsse jetzt mit Inhalten gefüllt werden.

Dagegen zeigte sich sein chinesischer Amtskollege Wang Yi zurückhaltend. „Die neue Resolution sollte keine neuen Spannungen auslösen, geschweige denn die koreanische Halbinsel destabilisieren.“ Sanktionen seien kein Selbstzweck. Das Ziel müsse vielmehr sein, Nordkorea wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.

dpa

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