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MM-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

Kommentar

Deutschland streitet um das Burka-Verbot: Ein Symbol, bitte!

München - Nicht ein Burka-Verbot trägt „Unfrieden in unser Land“, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière fürchtet. Es ist der Verzicht darauf, der die Menschen auseinandertreibt.

Verbieten oder nicht? Man konnte die Uhr danach stellen, wann im deutschen Burka-Streit der erste Politiker das deutscheste aller Totschlagsargumente in die Diskussion werfen würde. Am Freitag war es soweit. Sie warne vor „Symboldebatten“, sagte die Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz. Abgesehen davon, dass sich nicht recht erschließt, warum die SPD-Politikerin die Burka einerseits ausdrücklich für eine „frauenfeindliche Erfindung“, „ein Gefängnis“ hält, das Symbol andererseits aber dennoch dulden will, stellt sich die Frage: Was ist denn so schlimm daran, muslimischen Zuwanderern, die bei uns leben wollen, glasklar zu signalisieren, dass man von ihnen ein Ablegen des Vollschleiers verlangt?

Ja, die Burka ist ein Symbol, sie sollte es zumindest sein – für unser Beharren auf Integration, und zwar umfassend. Wer zu uns kommt, muss wissen, dass Mädchen in den Schwimmunterricht gehen und das Grundgesetz gilt und nicht die Scharia. Am fundamentalsten aber zeigt sich die Bereitschaft zur Integration – oder ihre Verweigerung – in der täglichen Begegnung: In unserem Kulturkreis zeigt man sein Gesicht; wer sich versteckt, macht anderen Menschen Angst. Das kann auch die Grüne Katrin Göring-Eckardt eigentlich nicht gewollt haben, als sie sich darüber freute, dass Deutschland mit den Migranten bunter und religiöser werde. Frankreich, auch Teile der Schweiz haben längst reagiert. Der CDU-Bundesinnenminister irrt auf die absurdeste nur denkbare Weise: Nicht ein Burka-Verbot trägt „Unfrieden in unser Land“. Es ist der Verzicht darauf, der die Menschen auseinandertreibt.

Während sich in Deutschland die Kulturdebatte im Kreise dreht, marschiert die muslimische Welt munter weiter vorwärts ins Mittelalter. Gerade hat das türkische Verfassungsgericht ein Gesetz gekippt, das Sex mit Kindern unter 15 unter Strafe stellt. Kinderehen – wäre das nicht auch eine schöne Bereicherung unserer toleranten bunten Multikulti-Gesellschaft, Frau Integrationsbeauftragte?

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