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Kristina Schröder.

Diskussion innerhalb der CDU

Kristina Schröder fürchtet Unfreiheit durch Sexismus-Debatte

Berlin - Die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat zur Mäßigung in der Sexismusdebatte aufgerufen, die zurzeit vor allem in der Union geführt wird.

„Die Sensibilität für Sexismus ist exorbitant gewachsen. Der Vorwurf ist aber auch extrem gefährlich und wirkmächtig“, sagte Schröder der „Welt“. Sie forderte, mit dem Vorwurf „Sexismus“ zurückhaltend umzugehen.

Auslöser der Debatte ist ein offener Brief, in dem die Berliner CDU-Kommunalpolitikerin Jenna Behrends ihrer eigenen Partei die Herabwürdigung von Frauen vorwirft. Unter anderem habe sie ein Senator auf einem Parteitag der Berliner CDU als „große süße Maus“ bezeichnet, schreibt Behrends.

Schröder sagte: „Ich habe einfach die Sorge, dass wir uns immer mehr der amerikanischen Kultur annähern, die wahnsinnig darauf bedacht ist, niemanden in seinen Befindlichkeiten zu verletzen. Das klingt menschenfreundlich, führt aber dazu, dass immer mehr Unfreiheit herrscht, worüber man reden darf.“ Eine solche Kultur wolle sie in Deutschland nicht haben. „Das würde bedeuten, dass man ständig die Schere im Kopf hat, wen man unter Umständen verletzen oder beleidigen könnte.“

Schröder ging auf die Vorwürfe gegen CDU-Generalsekretär Peter Tauber ein. Ihm wird unter anderem vorgehalten, nicht protestiert zu haben, als ihm eine Kandidatin als „optische Bereicherung“ angekündigt worden war. Schröder sagte: „Au Backe! Ich habe auch schon über Männer gesagt, dass sie optisch eine Bereicherung wären. Und ich will auch nicht in einer sterilen Welt leben, in der man so etwas nicht sagen darf.“

dpa

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