Seit 2013 ist die FDP nicht mehr im Bundestag vertreten. Foto: Maja Hitij
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Seit 2013 ist die FDP nicht mehr im Bundestag vertreten. Foto: Maja Hitij

Kubicki sieht FDP auf Erfolgskurs

Parteivize Kubicki sieht die FDP nach dem Bundestags-Aus wieder im Angriffsmodus. Nach der Häme vergangener Jahre sei es wieder chic, sich zu den Liberalen zu bekennen. Zum Schlüssel könnte die Wahl in Baden-Württemberg werden - glaubt der dortige FDP-Spitzenmann Rülke.

Kiel/Stuttgart (dpa) - FDP-Vize Wolfgang Kubicki sieht seine Partei nach ihrem Ausscheiden aus dem Bundestag wieder im Aufschwung. "Ich mache mir deshalb um die FDP im Moment nur noch relativ wenig Sorgen, auch wenn das Endziel noch nicht erreicht ist", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die Partei sei mittlerweile deutlich weiter, als es nach dem Aus auf Bundesebene 2013 zunächst zu erwarten gewesen sei.

Kubicki zeigte sich zuversichtlich, dass die FDP bei den Landtagswahlen im kommenden März (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt) erfolgreich sein wird. 2017 werde die FDP ganz sicher auch wieder in den Bundestag kommen.

Aus Sicht des FDP-Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg, Hans-Ulrich Rülke, wird das Ergebnis der Liberalen im Südwesten ein wesentlicher Maßstab für ihr Abschneiden im Bund ein Jahr später sein. "Wenn wir in Baden-Württemberg nicht deutlich über fünf Prozent kommen, dann ist das schon ein Signal, dass es bei der Bundestagswahl schwierig wird", sagte Rülke der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. "Die FDP in Baden-Württemberg hat bei allen Wahlen unter den 16 Landesverbänden immer am besten abgeschnitten. Das scheint fast so etwas wie ein Naturgesetz zu sein."

In den Umfragen steht die Südwest-FDP bei fünf Prozent - ihr Wiedereinzug in den Landtag ist also nicht sicher. Rülke beteuerte aber, nach seinen Erfahrungen und seiner Wahrnehmung werde die FDP bei der Wahl am 13. März "deutlich über fünf Prozent" liegen.

Kubicki sagte, natürlich habe es parteiintern einen Selbstfindungsprozess geben müssen, der nun aber abgeschlossen sei. "Wir können feststellen, dass die Häme des vergangenen Jahres vollkommen vorbei ist. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens - Wirtschaftsführer, aber auch Leute aus dem Showbereich - bekennen sich wieder offen zur FDP." Die Liberalen spürten massive Unterstützung von Verbänden, Vereinen und Organisationen. "Und wir sind die Partei, die 2015 die meisten Großspenden erhalten hat", sagte Kubicki. Nach wie vor steige zudem die Zahl der Parteimitglieder.

"Wir werden wieder ernst genommen", sagte Kubicki. "Ich bin mir sicher, dass wir in allen drei Ländern im März besser abschneiden als in Bremen, wo die FDP bei 6,6 Prozent lag." In Sachsen-Anhalt könne das Ergebnis sogar über dem der Hamburger Bürgerschaftswahl (7,4 Prozent) liegen. "In Hamburg und Bremen wurde auch gesagt, die FDP werde es nicht in die Parlamente schaffen." Am Ende sei es in Bremen das beste Ergebnis seit 25 Jahren und in Hamburg seit 40 Jahren geworden. Er sei deshalb "guten Mutes".

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