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„Jetzt ist nicht die Zeit der Analyse, sondern die Zeit, auf der Straße zu stehen“, sagte die Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Margarete Bause, am Montag in München.

Alle Ergebnisse aus der Region

Ticker: Grüne trotzig - FDP will CDU-Stimmen

München - Horst Seehofer hat die CSU zurück zur absoluten Mehrheit geführt. Die FDP fliegt hochkant aus dem Landtag. Alle Infos zum Tag nach der Wahl können Sie in unserem Ticker nachlesen.

Bundestagswahl 2013: Den Live-Ticker mit aktuellen Ergebnisse gibt es hier.

+++ 20.20 Uhr +++ Die Bayern-FDP will erst nach der Bundestagswahl am kommenden Sonntag personelle Konsequenzen aus ihrer Schlappe bei der Landtagswahl diskutieren. „Wir werden, wenn beide Wahlen bestritten sind, das Nötige besprechen“, sagte Spitzenkandidat Martin Zeil am Montag.

+++ 18.12 Uhr +++ Im Sog der Landtagswahl dominiert die CSU dem ersten Trend zufolge auch die Bezirkstagswahl in Niederbayern. Nach Auszählung in fünf der neun Stimmkreise kommt die CSU bei den Erststimmen auf 48,1 Prozent. Die SPD kommt auf 14 Prozent, die Freien Wähler auf 13,4, die Grünen auf 7 Prozent, die FDP auf 2,5, die ÖDP auf 5 Prozent.

Bundestagswahl 2013: Alle Infos finden Sie hier!

+++ 17.14 Uhr +++ Für die am Sonntag neben Landtagswahl und Bezirkswahlen ebenfalls zur Abstimmung stehenden fünf Volksentscheide zeichnet sich eine überwältigend hohe Annahme ab. Nach Auszählung von knapp einem Viertel der Stimmen lag die Zustimmung zu den einzelnen Fragen am Montag zwischen 85 und 93 Prozent.

+++ 17.02 Uhr +++ Trotz der wieder errungenen absoluten Mehrheit für die CSU in Bayern will Ministerpräsident Horst Seehofer erst nach der Bundestagswahl am kommenden Sonntag erste Personalentscheidungen treffen. Nach einer CSU-Vorstandssitzung kündigte der CSU-Vorsitzende am Montag zugleich an, seine Wahlversprechen einlösen zu wollen. So soll etwa in der neuen Legislaturperiode ein Heimatministerium geschaffen werden.

+++ 16.56 Uhr +++ Nach dem Debakel bei der Bayern-Wahl rüttelelt die FDP ihre Anhänger auf Twitter wach: "An alle Briefwähler: Schnell die Wahlunterlagen abschicken, denn sie müssen bis zum 22.9 18.00 Uhr eingehen. #btw13"

+++16.18 Uhr +++ Nach dem Zwei-Prozent-Zuwachs bei der Landtagswahl trommelt die Bayern-SPD für eine gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl an diesem Sonntag. Es gebe dafür ganz großen Rückenwind, sagte Landesparteichef Florian Pronold am Montag nach einer SPD-Präsidiumssitzung in München. Man werde in den verbleibenden Tagen „nochmal alles geben“.

Landtagswahl Bayern: Alle Gemeinde-Ergebnisse aus der Region finden Sie hier!

+++16.06 Uhr +++ Nach dem enttäuschenden Wahlergebnis wollen die bayerischen Grünen alle Kräfte für den Bundestagswahlkampf mobilisieren. „Jetzt ist nicht die Zeit der Analyse, sondern die Zeit, auf der Straße zu stehen“, sagte die Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Margarete Bause, am Montag in München. „Die klare Botschaft ist: Zweitstimme grün.“ Auch die Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Jürgen Trittin haben einen verstärkten Kampf im Bund angekündigt. „Die Grünen werden eine Woche lang alles geben und um jede Stimme kämpfen“, sagte Trittin am Montag in Berlin. „Wir stehen als einzige für eine schnelle und konsequente Energiewende“, unterstrich Trittin etwa.

+++ 15.24 Uhr+++ Christian Ude meldet sich über Twitter zu Wort: "Schade, dass es nicht gereicht hat, aber Danke für den Stimmenzuwachs! Dazu habt Ihr mit Eurem Interesse und Engagement beigetragen. Danke!"

Der Stimmenkönig - und andere Gewinner

Der Stimmenkönig - und andere Gewinner

+++15.01 Uhr +++ Mit 17,5 Prozent Marktanteil lag die Wahlsondersendung des Bayerischen Fernsehens klar vor den zeitgleich ausgestrahlten Sondersendungen im Ersten (14,7 Prozent Marktanteil), im ZDF (9,3 Prozent Marktanteil) und in RTL (5,0 Prozent Marktanteil). 0,95 Mio Zuschauer waren bereits zu Beginn des Wahlabends beim BR dabei.

+++ 14.36 Uhr +++ Die FDP wirbt nach ihrer Wahlniederlage in Bayern unverhohlen um Zweitstimmen von Unionsanhängern bei der Bundestagswahl. "Wer Merkel haben will, wählt FDP", sagte FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle am Montag in Berlin. Nur die "Merkel-Stimme" für die FDP sichere den Fortbestand des schwarz-gelben Regierungsbündnisses und verhindere, dass die Union eine große Koalition mit der SPD eingeht.

+++ 14.01 Uhr +++ Erst um 2.14 Uhr in der Nacht stand das vorläufige Resultat fest, rekordverdächtig spät: Zumindest in den letzten 30 Jahren waren die bayerischen Wahlhelfer immer mindestens eineinhalb Stunden schneller gewesen. Bei den Landtagswahlen 2003 und 2008 kam das Resultat noch vor Mitternacht.

+++ 13.26 Uhr +++ Für die am Sonntag neben Landtagswahl und Bezirkswahlen ebenfalls zur Abstimmung stehenden fünf Volksentscheide zeichnet sich eine überwältigend hohe Annahme ab. Nach der Auszählung der ersten Stimmkreise lag die Zustimmung zu den einzelnen Fragen zwischen 85 und 93 Prozent. Allerdings waren am Montagmittag erst die Ergebnisse von 7 der 90 Stimmkreise ans Statistische Landesamt nach München gemeldet worden.

+++12.50 Uhr +++ Nach dem für sie enttäuschenden Ergebnis bei der Landtagswahl in Bayern setzt die Piratenpartei auf einen „Motivationsschub“ für ihre Anhänger. „Ich hoffe, dass wir nicht den Mut verlieren und noch einmal Gas geben“, sagte Parteichef Bernd Schlömer am Montag in Berlin.

12.49 Uhr +++ Der Posten des bayerischen Wirtschaftsministers sollte nach Ansicht der Union Mittelständischer Unternehmer nach der Abwahl von Martin Zeil (FDP) neu zugeschnitten werden. „Wir meinen, dass das Tätigkeitsgebiet des Wirtschaftsministers zu breit ist“, sagte Verbandspräsident Hermann Sturm am Montag der Nachrichtenagentur dpa in München. Um die Interessen des Mittelstands in Bayern künftig besser zu vertreten, sollte dieser beispielsweise zusammen mit den Handwerksbetrieben in einem eigenen Ministerium angesiedelt werden. „Wir brauchen einen eigenen Interessenvertreter im Kabinett.“

+++12.43 Uhr +++ Trotz der Wahlschlappe der FDP in Bayern sieht die CDU-Spitze keinen Anlass, ihren Koalitionspartner wenige Tage vor der Bundestagswahl mit einer Zweitstimmenkampagne zu unterstützen. "Die Union hat keine Stimme zu verschenken", sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Montag dem Fernsehsender n-tv in Berlin. Jede Partei müsse selbst "dafür sorgen, dass möglichst viele Stimmen zusammenkommen".

+++12.26 Uhr +++ 90 Direktkandidaten wurden in ganz Bayern gewählt. Hier finden Sie jeden einzelnen

+++12.22 Uhr +++ Unfassbar: Johannes Backhaus aus dem Landkreis München durfte am Sonntag gleich zweimal an die Urne! Gegenüber der tz erzählt der Büroleiter des BR-Symphonieorchesters den Grund.

+++12.14 Uhr +++ Im Internet kursiert ein lustiges Video. Eine BR-Reporterin hat sich auf der CSU-Wahlparty einen kuriosen "Erektions-Versprecher" geleistet. 

+++12.02 Uhr +++Grünen-Chef Cem Özdemir hat Enttäuschung nach dem Wahlergebnis in Bayern eingeräumt und seine Partei zum verstärkten Kampf in den letzten Tagen vor der Bundestagswahl aufgerufen. „Es ist nicht das Ergebnis, das wir uns gewünscht haben“, sagte er am Montag in Berlin.

+++ 11.43 Uhr +++ Der frühere SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel hat sich nach eigenen Angaben über das Potenzial des bayerischen SPD-Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl, Christian Ude, getäuscht. Er habe gedacht, "das bringt uns ein deutliches Stück nach oben", sagte Vogel am Montag im Deutschlandradio Kultur.

+++ 11.28 Uhr +++ Der Münchner Kardinal Erzbischof Reinhard Marx nimmt den wiedergewählten bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) in die Pflicht: „Das C im Namen der Regierungspartei verpflichtet dazu, den Blick auf den Schutz des Lebens, auf die Familien, auf die Kranken, Schwachen und Armen nicht zu verlieren“, schrieb Marx in einem Brief an den Unionspolitiker. „Dieser Erfolg bedeutet auch eine große Verantwortung.“ Zudem gab der Erzbischof dem Ministerpräsidenten auch gute Wünsche mit auf den Weg: „Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, Gesundheit und Tatkraft zum Wohle Bayerns.“

Pressestimmen zur Wahl: "Der Super-Horst"

Pressestimmen zur Wahl: "Der Super-Horst"

+++ 11.20 Uhr ++++ In der Schlussphase des Bundestagswahlkampfs will die CSU der vom Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bedrohten FDP keinerlei Schützenhilfe leisten. Parteichef Horst Seehofer schloss am Montag einen bayerischen Zweitstimmen-Appell für die FDP aus: „Es gibt keine Leihstimmen.“ Ziel bleibe die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition in Berlin. Die FDP habe auch in Bayern ein „riesiges Wählerpotenzial“. „Das ist auf jeden Fall eine Aufgabe, die muss die FDP bewältigen.“

+++11.16 Uhr +++ Die CSU hat bei der Landtagswahl in ihrem Stammland Oberbayern am meisten hinzugewonnen. Im mit Abstand größten Regierungsbezirk des Freistaates kamen die Christsozialen am Sonntag auf 47,1 Prozent der Gesamtstimmen, ein Zuwachs von 7,8 Prozentpunkten. Bei der Wahl vor fünf Jahren hatte die CSU in Oberbayern ein historisches Tief von 39,3 Prozent hinnehmen müssen. Am zweitstärksten legte die CSU in der Oberpfalz zu. Sie kletterte auf 49,9 Prozent (plus 5,4 Punkte). Den dritten Platz nimmt beim Zuwachs Niederbayern ein, wo die CSU auf 50,4 Prozent (plus 4,9) kommt.

+++ 11.02 Uhr +++ Schwarz regiert auch in der Stadt München: Sieben von acht Münchner Wahlkreisen gingen an die CSU. Allerdings schaffte eine SPD-Frau in ihrem Wahlkreis eine kleine Sensation.

+++11.01 Uhr +++ FDP-Präsidiumsmitglied Wolfgang Kubicki hat nach dem Debakel bei der Landtagswahl den bayerischen Landesverband kritisiert. Es sei versäumt worden, eigene Inhalte ordentlich zu verkaufen: „Das ist wahrscheinlich eine Typenfrage“, sagte Kubicki am Montag vor einer Sitzung der Parteispitze in Berlin. Diese Botschaft dürfte auch an die bayerische Landeschefin und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gerichtet sein.

+++ 10.45 Uhr+++ Christian Ude sieht in dem Wahlergebnis von 20,6 Prozent eine solide Basis für ein erfolgreiches Abschneiden der SPD bei der Bundestagswahl. Die Bayern-SPD habe einen Beitrag für einen sozialdemokratischen Erfolg auf Bundesebene leisten wollen, sagte Ude am Montagmorgen bei einem Empfang durch Parteichef Sigmar Gabriel in Berlin. „Er ist bescheiden ausgefallen, das stimmt“, räumte er ein. Aber der Abwärtstrend sei gestoppt. „Die Trendwende freut uns sehr, und wir hoffen, dass der Ball dann aufgenommen wird.“

+++10.35 Uhr +++ Führende CDU-Politiker haben zum Auftakt der letzten Wahlkampfwoche vor der Bundestagswahl jede Hilfe für den schwächelnden Koalitionspartner FDP abgelehnt.

+++ 10.11 Uhr +++ Nach der Wahl in Bayern rechnet SPD-Parlamentsgeschäftsführer Thomas Oppermann mit Auftrieb für die Anti-Euro-Partei AfD. "Die Gefahr, dass die AfD in den Bundestag einrückt, ist nach dem Wahltag in Bayern noch größer geworden", sagte Oppermann der "Leipziger Volkszeitung" vom Montag. Nach der Wahlschlappe der bayerischen FDP halte er es für denkbar, "dass rechte Wähler nicht mehr auf die FDP, sondern auf die AfD setzen".

Jubel und Tränen: Landtagswahl Bayern in Bildern

Jubel und Tränen: Landtagswahl Bayern in Bildern

+++9.59 Uhr+++ Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel sieht bei einem Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde größere Chancen dafür, doch noch einen rot-grünen Erfolg bei der Bundestagswahl zu schaffen. „Wäre die FDP nicht im Bundestag, steigen die Chancen deutlich für Peer Steinbrück, Kanzler zu werden“, sagte Gabriel am Montag in Berlin beim Empfang des bayerischen Spitzenkandidaten Christian Ude.

+++9.24 Uhr +++ Lob aus Berlin für Christian Ude: "Vielen Dank, @Christian_Ude, für deinen engagierten Wahlkampf! #ltwby13", twittert der SPD-Parteivorstand. 

+++ 08.53 Uhr +++ Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat einer Zweitstimmenkampagne der FDP für die Bundestagswahl eine Absage erteilt. "Wir brauchen beide Stimmen", sagte Kauder am Montag im "Morgenmagazin" des ZDF. "Die Erststimme für den Kandidaten im Wahlkreis - und die Zweitstimme ist die Merkel-Stimme." Wer Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) behalten wolle, werde "auch die Zweitstimme der CDU geben müssen", sagte Kauder. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass die schwarz-gelbe Koalition nach der Wahl am Sonntag Bestand hat. "Wir haben alle Chancen, die Koalition fortzusetzen", sagte Kauder. Die FDP werde "dem nächsten Deutschen Bundestag auf jeden Fall angehören, da bin ich mir sicher".

+++ 8.22 Uhr +++Bei der bevorstehenden Bundestagswahl geht es aus Sicht des FDP-Politikers Daniel Bahrfür seine Partei um die Existenz. Nach dem aus seiner Sicht „ärgerlichen“ Abschneiden der FDP bei der Bayernwahl gehe es bei der Bundestagswahl am 22. September für die FDP „ums Ganze, es geht auch um die Existenz einer freiheitlichen Partei“, sagte der Bundesgesundheitsminister dem „Tagesspiegel“. Er betonte, es drohe eine rot-rot-grüne Mehrheit.

+++ 7.45 Uhr +++ FDP-Generalsekretär Patrick Döring hat nach der Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl in Bayern um Zweitstimmen bei der Bundestagswahl geworben. "Diese Koalition aus Union und FDP, die kann man wählen", sagte Döring am Montag im "Morgenmagazin" des ZDF. Es könne "sehr klug sein", dass Wähler am kommenden Sonntag die schwarz-gelbe Koalition unterstützen, "indem sie einen starken Kandidaten vor Ort von der Union unterstützen und mit der Zweitstimme die FDP wählen", fuhr er fort. "Kräfte bündeln und gemeinsam agieren - das ist nichts Neues."

+++ 6.34 Uhr +++ Die Ergebnisse für den Wahlkreis Oberbayern (Erstsimme/Gesamtstimme in Prozent):                        

CSU                                45,6  / 47,1       

SPD                                20,2  /  22,1     

Freie Wähler                    8,6   / 7,1       

Grüne                             10,9   /  9,9         

FDP                                   3,9   /  3,9         

Die Linke                           2,0   / 1,8         

ÖDP                                   2,3   / 2,1         

Piraten                              2,1    / 1,9        

+++ 06.12 Uhr +++ Der Erfolg des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) bei der Landtagswahl ist nach Einschätzung seines Parteifreundes Günther Beckstein auch dessen konsequentem Politikstil zu verdanken."Seehofer hatte praktisch alle Themen in Bayern angepackt, die schwierig und riskant waren und hat sie in Ruhe abgearbeitet", sagte Beckstein der Nachrichtenagentur dpa am Morgen nach der Landtagswahl. Als Beispiel nannte er den Donauausbau, die geplante Abschaffung der Studiengebühren und die Beendigung von Stoibers Sparpolitik.

+++ 05.33 Uhr +++ Die SPD muss sich in München und damit in ganz Bayern weiterhin mit nur einem Direktmandat begnügen. Lange Zeit sah es am Wahlabend so aus, als würden die Sozialdemokraten im Stadtteil Schwabing Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) das Direktmandat abnehmen. Am Ende behielt der Münchner CSU-Chef seinen Stimmkreis aber doch. Nach Auszählung fast aller Stimmen erzielte er 31,6 Prozent. SPD-Kandidatin Isabell Zacharias lag mit 29,3 Prozent knapp dahinter. Die Grünen-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Fraktionschefin Margarete Bause, holte 17,7 Prozent, Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) musste sich mit 8,2 Prozent zufriedengeben. Somit bleibt allein der Stimmkreis München-Milbertshofen in SPD-Hand. Ruth Waldmann holte 33,8 Prozent der Erststimmen. Sie löst den scheidenden SPD-Abgeordneten und Landtagsvizepräsidenten Franz Maget ab. Alle sechs weiteren Münchner Stimmkreise verteidigten die CSU-Kandidaten erfolgreich.

+++ 05.27 Uhr +++ Die CSU in Franken hat vom Aufwind der Landespartei bei der Bayernwahl am Sonntag nur vergleichsweise schwach profitiert. Vielerorts fielen die Stimmengewinne der Christsozialen nur halb so stark aus wie im Landesdurchschnitt, in Mittelfranken büßte sie sogar Stimmen ein. Stimmenzuwächse verzeichnete die CSU dagegen in Unterfranken, wo sie ihr Gesamtstimmenergebnis mit 47,3 Prozent um 2,8 Prozent verbessern konnte. Nur halb so stark wuchs die Partei in Oberfranken, wo sie mit 44,7 Prozent lediglich um 1,3 Punkte zulegte. Insgesamt blieb die CSU mit Wahlergebnissen von meist mehr als 40 Prozent frankenweit stärkste Partei und gewann in allen Stimmkreisen das Direktmandat. In Nürnberg fuhr die CSU 838,9 Prozent) jedoch ihr schlechtestes Landtagswahlergebnis seit 43 Jahren ein.

+++ 05.23 Uhr +++ Finanzminister Markus Söder (CSU) zieht erneut als Direktkandidat des Stimmkreises Nürnberg-West in den bayerischen Landtag ein. Am Sonntag erreichte er nach vorläufigen Zahlen 43,2 Prozent der Erststimmen - und schaffte damit fast drei Prozentpunkte mehr als noch 2008. Damals hatte Söder allerdings ein Minus von 14,5 Punkte verkraften müssen. Die SPD kam mit Stefan Schuster auf 30,1 Prozent und damit auf das gleiche Erststimmen-Resultat wie vor fünf Jahren.

+++ 05.17 Uhr +++ Der CSU-Erfolg in Bayern bereitet der CDU nach Ansicht der Politikwissenschaftlerin Ursula Münch Probleme. Die Bundes-FDP müsse sich dagegen kaum Sorgen machen und könne auf eine voraussichtlich erfolgreiche Zweitstimmenkampagne setzen, sagte die Professorin der Nachrichtenagentur dpa. „Ich gehe davon aus, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel das Ergebnis der Landtagswahl durchaus mit Besorgnis sehen wird, wenn man sich die Psychologie überlegt, die jetzt ausgelöst wird.“ Im Falle einer Neuauflage der schwarz-gelben Koalition müsse Merkel mit einem "extrem selbstbewussten CSU-Chef" Horst Seehofer zusammenarbeiten. „Sie muss erstens Angst haben vor einem zu starken Partner CSU und sie muss noch mehr Angst haben, dass diese Zweitstimmenkampagne zu viele Leute erreicht“, sagte Münch.

+++ 05.01 Uhr +++ Das für Schwarz-Gelb sehr unterschiedliche Ergebnis der Bayern-Wahl beschäftigt am heutigen Montag die Parteigremien in München und Berlin. CDU und CSU feiern den Wahlsieger Horst Seehofer, die FDP dürfte angesichts ihres Debakels mit Blick auf die Bundestagswahl am 22. September erneut um Leihstimmen buhlen. Umweltminister Peter Altmaier (CDU) erteilte dieser Hoffnung jedoch gleich eine Absage: Hilfe von der CDU "kann und wird es nicht geben", so Altmaier. Der Erfolg Merkels und der CDU/CSU sei "nur gesichert, wenn wir dieses Mal beide Stimmen für die CDU gewinnen".

+++ 03.58 Uhr +++ SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann vertritt gegenüber der "Bild"-Zeitung vom Montag die Ansicht, die Bayern-Wahl habe gezeigt, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Deutschland "keine Mehrheit" habe. "Jetzt beginnt in der Koalition die Panik", sagte Oppermann. Die FDP werde bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag nur dann eine Chance haben, "wenn ihr eine große Bluttransfusion von der Union gelingt". Mit dem Ergebnis aus Bayern könnten FDP-Chef Philipp Rösler und FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle eine Leihstimmenkampagne noch besser begründen.

+++ 03.52 Uhr +++ Nach der Niederlage bei der Landtagswahl in Bayern setzt die FDP nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf einen "Niedersachsen-Effekt" mit zahlreichen Leihstimmen aus der Union bei der Bundestagswahl. "Das Ergebnis hat viele Wähler aufgeschreckt und sensibilisiert", sagte der Vize-Parteivorsitzende Holger Zastrow der "Bild" vom Montag nach dem Ausscheiden der FDP aus dem bayerischen Landtag. "Sie werden sich jetzt genau überlegen, was passiert, wenn die FDP gar nicht oder nur schwach im nächsten Bundestag sitzt." Er könne sich gut einen "Niedersachsen-Effekt" vorstellen.

+++ 02.37 Uhr +++ Das vorläufige amtliche Endergebnis sieht folgendermaßen aus: Die CSU holt 47,7 Prozent (2008: 43,4) der Wählerstimmen, die FDP scheitert mit 3,3 Prozent (2008: 8,0) an der Fünf-Prozent-Hürde, die SPD erreicht dank eines leichten Zuwachses 20,6 Prozent (2008: 18,6), Bündnis 90/Die Grünen bleiben mit 8,6 Prozent (2008: 9,4) hinter ihrem vorherigen Ergebnis zurück und die Freien Wähler kommen auf 9,0 Prozent (2008: 10,2). Die Linke verpasste mit 2,1 Prozent ebenso den Einzug in das Landesparlament wie die Piratenpartei mit 2,0 Prozent.

Daraus ergibt sich folgende Sitzverteilung: Die CSU kommt auf 101 Mandate (2008: 92), die SPD auf 42 (39), die Freien Wähler auf 19 (21) und die Grünen auf 18 (19).

Die Wahlbeteiligung lag mit 63,9 Prozent deutlich über der von 2008, als sie 57,9 Prozent betrug.

ole/pie/AFP/dpa

 

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