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Jörg Meuthen, Spitzenkandidat der Alternative für Deutschland bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016.

Alle Ergebnisse, alle Reaktionen

Landtagswahl Baden-Württemberg: Studenten verpassen AfD einen Dämpfer

Stuttgart - Die Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg im Ticker: Kretschmann siegt im Ländle und sucht Regierungspartner. Ergebnisse, Hochrechnungen und Reaktionen.

+++ Update vom 9. November 2016: Amerika hat gewählt: Hier können Sie die US-Wahl live im Ticker verfolgen.

+++ Update vom 4. September 2016: In Mecklenburg-Vorpommern finden die Landtagswahlen statt. Alle aktuellen Hochrechnungen und das amtliche Ergebnis finden Sie in unserem Live-Ticker zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016. +++

+++ Update vom 14. März 2016: Die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry, sollte einen Tag nach den Wahlerfolgen ihrer Partei eigentlich ein Fernseh-Interview im ZDF-Morgenmagazin geben. Petry erschien jedoch nicht - aus welchem Grund? Hier erklärt die AfD-Pressesprecherin das Fehlen Petrys.

Landtagswahl Baden-Württemberg 2016: Die aktuellen Ergebnisse

  • Das vorläufige amtliche Endergebnis bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg zeigt klar: Die Grünen bleiben die stärkste Partei im Südwesten. Mit 30,3 Prozent aller Wählerstimmen ist ein klares Votum für Winfried Kretschmann erfolgt. Die CDU fährt dagegen eines der schlechtesten Ergebnisse im Ländle ein und bekommt nur 27 Prozent der Stimmen.
  • Die SPD verliert dagegen deutlich und kommt nur noch auf 12,7 Prozent der Stimmen. Damit liegen die Sozialdemokraten nicht weit weg von der populistischen Alternative für Deutschland, die mit zweistelligen Stimmen in den Landtag einzieht. Auch die FDP bleibt im Landesparlament.
  • Die hohe Wahlbeteiligung von 70,4 Prozent half also vor allem den Grünen und auch der AfD. Es wird nicht bei der rot-grünen Koalition bleiben. Stattdessen bedarf es wohl einer großen Koalition oder einer Ampel.

Vorläufiges amtliches Endergebnis

CDU

SPD

GRÜNE

FDP

LINKE

AfD

Sonstige

Prozente

27,0

12,7

30,3

8,3

2,9

15,1

3,7

Sitze

42

19

47

12

-

23

-

Landtagswahl 2016: Entwicklungen im Live-Ticker vom Montag

Auch am Montag halten wir Sie in unseren Tickern zu den Landtagswahlen 2016 auf dem Laufenden: Hier erfahren Sie die bundespolitischen Entwicklungen und hier die aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Der Ticker vom Dienstag (15. März)

7.08 Uhr:

Die AfD hat in den drei Bundesländern, in denen gewählt wurde, einen umfassenden Siegeszug hingelegt - oder doch nicht? Tatsächlich haben die Rechtskonservativen nicht überall ganz so gut abgeschnitten - ein Überblick für Baden-Württemberg: Im Südwesten ist die AfD in nur in 3 von 70 Wahlkreisen unter 10 Prozent geblieben. Im Wahlkreis Stuttgart I kamen die Rechtspopulisten auf 7 Prozent der Stimmen, im Bezirk Freiburg I waren es 8,4 Prozent. In Konstanz entschieden sich am Sonntag 9,6 Prozent der Wähler für die AfD. In Tübingen, Heidelberg, Stuttgart II und Freiburg II erreichte die Alternative für Deutschland Ergebnisse zwischen 10 und 11 Prozent.

Dass die AfD in diesen Wahlkreisen deutlich unter ihrem Landesdurchschnitt von 15,1 Prozent landete, liege unter anderem am hohen Studentenanteil, sagt der Politikwissenschaftler Joachim Behnke. „Studenten sind tatsächlich nicht so anfällig für die Parolen der AfD.“ Hochschüler seien beispielsweise keine klassischen Nicht- oder Protestwähler, aus deren Lager die Rechtspopulisten viele Anhänger gewonnen hätten. Außerdem seien es Bezirke mit einer hohen Wahlbeteiligung - und daher sei das Mobilisierungspotenzial der AfD hier geringer, sagt der Professor an der Zeppelin-Universtität in Friedrichshafen am Bodensee.

Zudem gebe es in Wahlkreisen wie Stuttgart, Freiburg oder Tübingen traditionell viele Grünen-Anhänger. In Stuttgart I kamen die Grünen bei der Wahl am Sonntag beispielsweise auf 42,4 Prozent, in Freiburg I auf 39 Prozent. CDU und SPD mussten dagegen zum Teil herbe Verluste einstecken.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Der Ticker vom Montag und Sonntag zum Nachlesen

Montag, 9.45 Uhr:Baden-Württembergs FDP-Landeschef Michael Theurer will sich Gesprächen mit den Grünen über eine Regierungsbildung nicht verweigern. „Wir sind gesprächsfähig mit allen demokratischen Parteien außer der Alternative für Deutschland, das ist auch eine Stilfrage“, sagte er am Montag in Stuttgart. Er sei sicher, dass sich seine Linie durchsetze. FDP-Spitzenkandidat Hans-Ulrich Rülke hatte am Wahlabend einer Koalition von Grünen, SPD und FDP eine klare Absage erteilt.

6.35 Uhr: Das Wahlergebnis der Grünen wurde geringfügig berichtigt. Statt 30,3 Prozent bekam die Partei von Ministerpräsident Kretschmann 30,3 Prozent.

Sonntag, 23.15 Uhr: In Stuttgart begannen schon direkt am Wahlabend die Farbenspiele über neue Konstellationen. Rechnerisch möglich sind ein grün-schwarzes Bündnis, aber auch eine Ampel-Koalition aus Grünen, SPD und FDP oder sehr knapp das sogenannte Deutschland-Bündnis Schwarz-Rot-Gelb. Nur eins war klar: Mit der rechspopulistischen AfD, die mit einem Ergebnis von 15,1 Prozent als drittstärkste Kraft in den Landtag einzog, wird es keine Gespräche über die Regierungsbildung geben.

22.47 Uhr: Das Ergebnis der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg hat der SWR noch einmal visuell aufbereitet:

22.27 Uhr: Die Grünen unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben die Landtagswahl in Baden-Württemberg am Sonntag gewonnen. Laut vorläufigem amtlichen Endergebnis kommen sie auf 30,3 Prozent der Stimmen und liegen damit vor der CDU, die 27,0 Prozent erreicht.

22.20 Uhr: Nach der Wahl ist vor der Regierungsbildung. Für den amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ist klar: Mit der bisherigen Grün-Roten Koalition ist keine Mehrheit im Landtag möglich. Nun stellt sich die Frage: Bemüht sich der Grüne um eine Groko mit der CDU um Guido Wolff? Oder wird es doch eine verdrehte Ampel mit SPD und FDP?

21.55 Uhr: Die Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg zeigt vor allem eins: Das jahrzehntelang funktionierende deutsche Parteiensystem gelangt an seine Grenzen. Ein Kommentar vom stellvertretenden Chefredakteur des Münchner Merkur.

21.45 Uhr: Der ehemalige CDU-Regierungschef von Baden-Württemberg, Günther Oettinger, hält CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf als Ministerpräsident für denkbar. Für die Partei sei es legitim, den Regierungschef stellen zu wollen, sagte der EU-Kommissar am Sonntag im Südwestrundfunk. „Deswegen rate ich meinen Parteifreunden, das mit SPD und FDP zu besprechen.“

21.20 Uhr: In Baden-Württemberg gaben laut ARD 70,8 Prozent und laut ZDF 70,5 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren waren dort 66,3 Prozent zur Wahl gegangen.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Zwei Direktmandate für die AfD

21.10 Uhr: Guido Wolf wollte bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg die Union zu alter Stärke zurückführen. Doch der Hoffnungsträger ist kolossal gescheitert.

20.45 Uhr: Die rechtspopulistische AfD hat bei der Landtagwahl in Pforzheim und Mannheim Direktmandate erreicht. Bernd Grimmer verwies in Pforzheim mit 24,2 Prozent den Grünen-Kandidaten ganz knapp auf Rang zwei. In Mannheim I landete nach Angaben der Stadt AfD-Mann Rüdiger Klos mit 22,9 Prozent knapp vor dem SPD-Politiker Stefan Fulst-Blei, der bislang das Direktmandat inne hatte.

20.30 Uhr: Bayerns Grüne haben den Wahlerfolg der Partei in Baden-Württemberg als „historischen Tag“ gefeiert. „Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik sind wir stärkste Partei bei Landtagswahlen“, sagte die Landesvorsitzende der bayerischen Grünen, Sigi Hagl, am Sonntag.

20.01 Uhr: Der Absturz der CDU im Ländle hat für die Vize-Ministerpräsidentin von Bayern, Ilse Aigner, einen klaren Grund: Gegenüber dem Münchner Merkur äußerte sie ihr Bedauern über das schlechte Abschneiden der Union.

19.41 Uhr: Bei den Grünen ist der Jubel über das starke Wahlergebnis bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg entsprechend groß, bei anderen Parteien gibt es eher lange Gesichter. Die Reaktionen vom Wahlabend finden Sie in unserer Bilderstrecke.

Jubel und lange Gesichter: Die Bilder vom Wahlabend

19.30 Uhr: Trotz herber Verluste will die CDU in Baden-Württemberg die Regierung übernehmen. „Die CDU hat die Absicht, in Baden-Württemberg Wahlverantwortung zu übernehmen - das Wahlergebnis bietet die Möglichkeit dazu“, sagte ihr gescheiterter Spitzenkandidat Guido Wolf am Sonntagabend in Stuttgart. Man wolle mit SPD und FDP, aber auch mit den Grünen sprechen. „Denn eins zeigt dieser Abend auch: Grün-Rot hat keine Mehrheit mehr. Grün-Rot ist abgewählt in Baden-Württemberg.“

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: SPD-Mann akzeptiert Niederlage

19.10 Uhr: SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid hat die bittere Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg eingeräumt. „Das Ergebnis der Landtagswahl ist schmerzlich. Wir haben deutlich verloren“, sagte der Landesparteichef am Sonntag im Südwestrundfunk. „Die Grünen haben den klaren Auftrag zur Regierungsbildung.“ Es sei nicht gelungen, ein landespolitisches Thema zu setzen. „Wir konnten die Wähler nicht von unserer Regierungsarbeit überzeugen.“

19.06 Uhr: Die AfD ist der Gewinner der Landtagswahlen 2016. Im Interview mit Merkur.de betont Bayerns AfD-Chef Petr Bystron: Irgendwann sind wir Kanzlerpartei!

18.45 Uhr: Auch in zwei anderen Bundesländern wurde heute gewählt. Auch bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt gab es saftige Ohrfeigen für die etablierten Volksparteien.

18.42 Uhr: Kretschmann in der ARD: "Das Ergebnis für uns ist hervorragend und furios. Das ist überwältigend. Wir sind sehr dankbar für dieses Votum. Wir werden mit allen demokratischen Parteien im Landtag sprechen. Ob die CDU zu einer Koalition bereit ist wird sich zeigen."

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Grüne feiern Kretschmann

18.31 Uhr: Stehende Ovationen für den alten und wohl auch neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann. Die Grünen feiern ihren Wahlsieger. "Die Bürger haben heute Geschichte geschrieben und die Grünen zur stärksten Kraft im Lande gemacht. Ich sehe in dieser Wahl den Auftrag erneut die Landesregierung in Baden-Württemberg zu bilden und erneut den Ministerpräsidenten zu stellen. Wir werden mit Beharrlichkeit und Leidenschaft weiter daran arbeiten das dies ein Land ist, in dem es sich lohnt zu leben."

18.28 Uhr: Die CDU in Baden-Württemberg sieht die grün-rote Landesregierung bei der Landtagswahl abgestraft. „Die Politik von Grün-Rot ist abgewählt“, sagte CDU-Wahlkampfmanager Thorsten Frei am Sonntag im Sender SWR.

18.23 Uhr: Grünen-Bundesvorsitzender Cem Özdemir in der ARD: "Das war ein Referendum über Winfried Kretschmann und die Bürger haben gesprochen. Sie wollen ihn die nächsten fünf Jahre als Ministerpräsident behalten. Jetzt müssen wir schauen, mit wem wir weiterregieren. Seine Politik findet auch außerhalb von Baden-Württemberg viel Unterstützung."

18.20 Uhr: Nach so einem Wahlerfolg kann man sich schon mal freuen. Die Grünen bleiben aber eher zurückhaltend:

18.10 Uhr: Im neuen Landtag verfügen die Grünen laut ARD-Prognose über 48 Sitze, die CDU kommt auf 41 Mandate. Die SPD ist mit 19 Abgeordneten vertreten, die AfD erhält 18 Sitze und die FDP zwölf. Bei einer solchen Sitzverteilung hätte die grün-rote Koalition keine Mehrheit mehr im Stuttgarter Landtag.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Klatsche für die CDU

18.00 Uhr: Die Ergebnisse der ersten Prognose sind mehr als deutlich: Die Grünen haben die Wahl sehr sicher gewonnen. Winfried Kretschmanns Partei bekam laut der ARD 32 Prozent der Stimmen. Beide Volksparteien verlieren deutlich: Die CDU ist nur noch bei 27,5 Prozent, die SPD sogar nur noch 13. Die Liberalen gewinnen mit 8 Prozent dazu und die AfD rückt mit 12 Prozent in den Stuttgarter Landtag ein.

+++ Noch zehn Minuten, dann geht nichts mehr bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg. Wir halten Sie an dieser Stelle natürlich über die neuesten Hochrechnungen auf dem Laufenden.

+++ Das Ländle war heute im Vergleich zum letzten Urnengang sehr aktiv: Laut Infratest dimap sind bis zu 72 Prozent der Wahlberechtigten ihren Pflichten nachgegangen. Man darf gespannt sein, welcher Partei dies am meisten nutzte.

+++ Vor dem Super-Sonntag der Landtagswahlen in drei verschiedenen Bundesländern hat CDU-Politikerin Erika Steinbach für einen Eklat gesorgt. Via Twitter machte sie einen fragwürdigen Vergleich.

+++ Wer sind die Spitzenkandidaten der Parteien in Baden-Württemberg? Und welche Koalitionen sind nach der Wahl möglich? Einen Überblick über die Ausgangslage sowie alle Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Landtagswahl in Baden-Württemberg finden Sie hier.

+++ In gut 50 Minuten schließen die Wahllokale für die Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg. Wird es für den amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann für einen erneuten Triumph im Ländle reichen? Oder bestrafen ihn die Wähler doch noch für einen zu Merkel-freundlichen Kurs?

+++ Bei der Landtagswahl 2011 lag die Gesamtwahlbeteiligung um diese Uhrzeit bei 62,8 Prozent. Jetzt sind es:

+++ Herzlich willkommen zum Live-Ticker. Die letzten beiden Stunden der Stimmabgabe laufen. Derzeit zeichnet sich eine höhere Wahlbeteiligung ab als bei der Wahl 2011. In Baden-Württemberg gaben nach Angaben der Wahlleitung bis 14.00 Uhr 35,5 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab. 2011 lag die Wahlbeteiligung inklusive Briefwahl zu diesem Zeitpunkt bei 30,7 Prozent

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Darum geht es

+++ Kann Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Ländle weiterregieren? Oder wird er von CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf abgelöst? Wenn die Grünen vor der CDU landen, kann Kretschmann seinen Anspruch auf das Amt anmelden. Die regierende grün-rote Landesregierung (die erste der deutschen Geschichte) hat laut der jüngsten Umfrage wieder Mehrheit mehr. Kretschmann muss er wohl nicht auf ein Dreierbündnis aus Grünen, SPD und FDP setzen.

+++ Am Sonntag, 13. März 2016, wird nicht nicht nur in Baden-Württemberg, sondern auch in Rheinland-Pfalz und in Sachsen-Anhalt.

+++ CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf wird der Union bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg möglicherweise ein mieses Rekordergebnis bescheren: Die von ihm präferierte bürgerliche Koalition aus CDU und FDP erreicht vermutlich auch keine Mehrheit. So wäre Wolf auf ein Dreierbündnis angewiesen. In seinem Fall auf eine schwarz-rot-gelbe "Deutschland-Koalition" aus CDU, SPD und FDP. FDP-Bundeschef Christian Lindner sowie FDP-Landeschef Hans-Ulrich Rülke befürworten diese Variante. Aber die SPD wird da wohl nicht mitspielen. Die Genossen wollen weiter mit den Grünen von Ministerpräsident Kretschmann regieren.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Weder Kretschmann noch Wolf wollen Junior-Partner werden

+++ Grün-Schwarz hätte in Baden-Württemberg zwar eine breite Mehrheit. Allerdings will CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf nicht als Juniorpartner in eine Koalition mit den Grünen gehen. Ministerpräsident Kretschmann hat seinerseits ebenfalls erklärt: Entweder bleibt er Ministerpräsident oder er zieht sich aus dem Politik zurück. Sollte die CDU bei der Landtagswahl am 13. März hinter den Grünen landen (wonach es im Moment aussieht), so scheidet eine Schwarz-Grüne Koalition ohnehin aus.

+++ Gewinner der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg ist aller Voraussicht nach die AfD. Die Umfragen lassen erahnen, dass die Partei aus dem Stand heraus ein zweistelliges Ergebnis erreichen wird. Allerdings haben alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD bereits abgelehnt. So bleibt den Newcomern im Stuttgarter Landtag wohl nur die Oppositionsrolle. Spannend bleibt die Frage, ob die AfD am Wahltag die SPD überholt. Nils Schmid, Landesvorsitzender der Sozialdemokraten in Baden-Württemberg und Minister für Finanzen und Wirtschaft, könnte das Ergebnis der SPD von der Landtagswahl 2011 (24,2 Prozent) möglicherweise halbieren.

+++ Neben der SPD könnte die CDU der große Verlierer der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg sein. Noch nie landete die Union im Ländle hinter den Grünen. Wofür laut den aktuellen Umfragen für Sonntag einiges spricht.

+++ Auch in Baden-Württemberg überstrahlt die Flüchtlingskrise im Landtagswahlkampf alle anderen Themen. Guido Wolf veröffentlichte im Februar gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner eine gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingspolitik. Darin forderten sie unter anderem für Deutschland tagesaktuelle Flüchtlingskontingente nach österreichischem Vorbild. Kurios: Ausgerechnet der grüne Ministerpräsident Kretschmann verteidigte im Wahlkampf am lautesten den Kurs der CDU-Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage.

Update am 22. August 2016: Alle Informationen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 04. September 2016 finden Sie hier.

Super-Wahlsonntag: Die Politiker geben ihre Stimmen ab

Xaver Bitz

Xaver Bitz

E-Mail:xaver.bitz@merkur.de

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