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Bernd Lucke gründete eine neue Partei.

Zulauf von Unions-Mitgliedern

Lucke-Partei profitiert von Flüchtlingsdebatte

Berlin - Die neue Partei von AfD-Gründer Bernd Lucke, Alfa, profitiert von der derzeitigen Flüchtlingskrise. Viele ehemalige CSU- und CDU-Mitglieder schließen sich der jüngsten Partei an.

Der neuen Partei von AfD-Gründer Bernd Lucke schließen sich etliche vormalige Mitglieder von CDU und CSU an. Unter den insgesamt rund 2600 Menschen, die seit Gründung der Partei Alfa im Juli eine Mitgliedschaft beantragt haben, seien mehr als 100 frühere CDU- und CSU-Mitglieder, sagte Alfa-Sprecher Sven Wagner am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Sie stellten nach den ehemaligen Mitgliedern der Alternative für Deutschland (AfD) die größte Gruppe unter den Neu-Mitgliedern.

Die Zahl der Anfragen aus den Reihen der Unionsparteien habe in den vergangenen zwei Wochen stark zugenommen, erklärte Alfa-Geschäftsführerin Ulrike Trebesius. Dies sei unzweifelhaft eine Reaktion auf den „verfehlten“ Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik.

„Wer hätte gedacht, dass (der ungarische Regierungschef Viktor) Orban die EU besser verteidigt als Merkel?“, fragte Vize-Parteichef Bernd Kölmel.

Trebesisus, Kölmel und der Alfa-Vorsitzende Bernd Lucke hatten im vergangenen Juli die AfD verlassen, nachdem Frauke Petry zur Ersten Vorsitzenden der Partei gewählt worden war. Die Alfa-Spitze wirft dem Vorstand der „Rumpf-AfD“ vor, er habe die Partei zu weit rechts positioniert. AfD-Vize Alexander Gauland hatte am Dienstag eine vorübergehende Aussetzung des Asylrechts gefordert.

Alle Informationen zur Flüchtlingssituation in Europa und München, finden Sie in unserem Live-Ticker.

dpa

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