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Ein Soldat weist einen Hubschrauber beim Landeanflug in Mali an

15 Millionen Euro Unterstützung

Mali-Mission: Wir zahlen mit am meisten

Berlin - Mit rund 15 Millionen Euro zählt Deutschland zu den größten Geldgebern für die Mali-Mission. Nur die USA und Frankreich zahlen mehr. Westerwelle sicherte dem Land darüber hinaus umfassende Hilfe zu.

Deutschland beteiligt sich mit 20 Millionen Dollar, umgerechnet 15 Millionen Euro, am afrikanisch geführten Militäreinsatz in Mali (Afisma). Dies gab der Afrikabeauftragte des Auswärtigen Amts, Egon Kochanke, am Dienstag bei der großen internationalen Geberkonferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba bekannt. Damit ist Deutschland einer der größten Finanzgeber für die Intervention.

Bis zum Mittag kündigten nur die USA mit 96 Millionen Dollar (71 Millionen Euro) und Frankreich mit 47 Millionen Euro eine höhere Summe an. Viele Länder wollen massive humanitäre Hilfe leisten, sich jedoch nicht am Militäreinsatz beteiligen. Japan hat zusätzliche 120 Millionen Dollar für die Bekämpfung von Armut und für Vertriebene angekündigt.

Der Vorsitzende der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas, Alassane Ouatarra, geht davon aus, dass zur Finanzierung des Afisma-Militäreinsatzes insgesamt mindestens 950 Millionen Dollar, umgerechnet 706 Millionen Euro, benötigt werden. Mindestens 10.000 Soldaten würden benötigt, um das riesige Land aus der Hand von islamistischen Extremisten zu befreien - weit mehr als die ursprünglich geplanten 3300, fügte Ouatarra in Addis Abeba hinzu. Die Afrikanische Union (AU) hat angekündigt, sich mit 50 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) an der Gesamtsumme zu beteiligen. Die Europäische Union gibt 50 Millionen Euro, woran Deutschland nochmals beteiligt ist. Zudem will die EU Militärausbilder entsenden.

Westerwelle: "Wir unterstützen Mali finanziell und logistisch"

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte in Berlin: „Wir werden die Aktivitäten zur Befreiung Malis unterstützen: finanziell, logistisch, humanitär sowie mit Ausrüstung und Know How zur Ausbildung der malischen Armee.“ Deutschland trage so dazu bei, „dass der Einsatz nun mehr und mehr ein afrikanisches Gesicht bekommt“. Westerwelle fügte hinzu: „Bei aller Richtigkeit des militärischen Einsatzes müssen wir aber auch weiter mit Nachdruck darauf hinarbeiten, dass in Mali ein ernsthafter Verhandlungsprozess in Gang kommt.“ Langfristig könne es nur eine politische Lösung geben.

Die Unterstützung für den Militäreinsatz in Mali bringt Deutschland nach Einschätzung aus Sicherheitskreisen nicht in erhöhte Terrorgefahr. Die Sicherheitslage sei zwar angespannt, eine konkrete Bedrohung gebe es aber nicht, verlautete am Dienstag. Zu einem Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach Deutschland durch das Engagement in Mali einer neuen Terror-Gefahr ausgesetzt sei, hieß es weiter: „So dramatisch ist es nicht.“

dpa

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