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Markus Söder will als Chef der Datensicherheit die Bürgerdaten im Netz besser schützen.

Täglich 40.000 Hackerangriffe

Söder wird Hüter der Datensicherheit in Bayern

München - Markus Söder hat neben dem Finanzministerium nun einen neuen Aufgabenbereich als Chef der Datensicherheit. Bayern soll nun besser gegen Hackerangriffe gewappnet werden.

Finanzminister Markus Söder (CSU) hat einen neuen Zusatzjob: Er wacht nicht mehr nur über die bayerischen Staatsfinanzen, sondern soll als alleiniger Chef sämtlicher Computer des Freistaats die Datensicherheit an 135 000 Arbeitsplätzen in 1600 Behördenstandorten garantieren. Das Innenministerium gibt seine bisherige Mitverantwortung an Söder ab. Als erste Maßnahme verkündete der Finanzminister am Montag in München, die zwei großen, bisher getrennt arbeitenden Rechenzentren der Staatsregierung unter einheitliche Leitung zu stellen und mehr Personal für die Sicherheit anzuheuern.

Hackangriffe von Geheimdiensten?

Außerdem will Söder die Daten der Kommunen unter die Fittiche der staatlichen Rechenzentren holen - von der Eheschließung bis zum Grundbucheintrag. „Alle relevanten Bürgerdaten, die im Netz sind, sollen vom Bayern-Server geschützt werden“, sagte der CSU-Politiker. Bisher seien 60 Prozent der Kommunen dabei; Söder hofft darauf, dass es 100 Prozent werden. „Wir haben täglich bis zu 40 000 Angriffe“, sagte er. Bisher war nach Söders Angaben jedoch kein Einbruchsversuch erfolgreich. Ob unter den vielen Hackern auch ausländische Geheimdienste sind, lasse sich nicht feststellen.

Bisher sind sechs Fachleute in den beiden Rechenzentren für die Sicherheit zuständig. Künftig sollen es 20 sein, darunter „IT-Profiler“, die die Angriffe aus dem Netz erforschen sollen. „Wir wollen Bayern IT-mäßig noch sicherer machen“, sagte Söder.

dpa

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