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Frauke Petry lieferte sich mehrere Wortgefechte mit Linken-Chefin Katja Kipping.

Lautstarker Talk bei Maybrit Illner

"Können Sie auch mal zuhören?" Zoff zwischen Kipping und Petry im TV

Berlin - In der Talkshow von Maybrit Illner ging es am Donnerstagabend heiß her. Besonders Frauke Petry und Katja Kipping zofften sich lautstark.

Dass es zwischen diesen beiden kracht, war abzusehen. Aber dass sich AfD-Chefin Frauke Petry und die Chefin der Linken Katja Kipping so zoffen, kam dann doch unerwartet.

Am Donnerstagabend waren beide zu Gast bei Maybritt Illner im ZDF, die das Thema "Flüchtlingskrise - drei Wahlen, ein Thema" diskutierte. Und beide legten ihre Zurückhaltung schnell ab. Zuerst feuerte Kipping scharfe Worte an die AfD-Chefin: Ihre Partei hätte keine Lösungen, anders als die Linke, die klare Vorschläge liefere: eine große Offensive gegen soziale Armut - unabhängig vom Pass.

Wildes Durcheinander statt Diskussionskultur

Die AfD hingegen lenke nur ab. Als Petry zum Gegenschlag ausholen will, fällt ihr Kipping ins Wort. Daraufhin folgt ein wildes Durcheinander, das wenig mit gesitteter Gesprächskultur zu tun hat. Petry giftet: "Gucken Sie doch mal genau hin" - und Kipping wirft ihr vor, immer alles zu relativieren. So auch bei der Steuerpolitik, wo die AfD den Kirchhof-Vorschlag als Richtlinie nimmt. Konkrete Antworten kommen von Petry nicht, weil "die Steuerfrage in der AfD noch heiß diskutiert wird", wie sie betont.

Zuvor schon gibt es von CDU-Mann Strobl eine Breitseite gegen die AfD. Durch die Zuwanderung entstehen Sorgen bei den Bürgern. Diese müssen von einer Partei zerstreut werden, andere würden diese verstärken. "Und das ist nicht richtig", attackiert er die AfD. Im weiteren Gespräch liefern sich Kipping und Petry immer wieder heftige und auch lautstarke Wortgefechte. Als Siegerin geht aber keine hervor. Vielmehr bekommt man Mitleid mit Strobl, der zwischen den beiden steht und meist einen Schritt Abstand nimmt.

"Der Rassismus ist salonfähiger geworden"

Spannend wird es, als sich Maybrit Illner mit dem Gast Emine Aslan unterhält, einer Studentin aus Rheinland-Pfalz. "Der Rassismus ist salonfähiger geworden", ist ihr Eindruck. Es gebe noch viele Vorurteile, und anders als beim "Alltagsrassismus" müsse man mittlerweile um sein Leben fürchten, sobald man anders aussehe.

Zum Abschluss kommt noch Arthur Mashuryan, der einst aus Armenien nach Deutschland floh, zu Wort. Er sagt zum Dilemma der Migranten: Fänden sie einen Job, heiße es, sie nähmen den Deutschen die Arbeitsplätze weg. Arbeiteten sie nicht, heiße es, sie fielen dem Sozialsystem zur Last.

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