Mehr als 10.000 Freiwillige sind im vergangenen Jahr zur Bundeswehr gekommen. Foto: Thomas Frey
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Mehr als 10.000 Freiwillige sind im vergangenen Jahr zur Bundeswehr gekommen.

Mehr Freiwillige für die Bundeswehr

Berlin - Erstmals seit Aussetzung der Wehrpflicht ist es der Bundeswehr 2014 gelungen, mehr als 10.000 freiwillig Wehrdienstleistende zu rekrutieren.

Wurden 2013 lediglich 8300 neue Rekruten eingestellt, waren es nach Auskunft des Verteidigungsministeriums auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ (WamS) im vergangenen Jahr 10 230. Die anhaltend guten Bewerberzahlen zeigten die Attraktivität dieses Angebots, erklärte das Verteidigungsministerium am Sonntag dazu. Derzeit leisteten insgesamt 11 200 junge Soldaten Freiwilligen Wehrdienst, der bis zu 23 Monate dauern kann.

Laut einer der Zeitung vorliegenden Studie des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr gelingt es den Streitkräften nur zum Teil, die Freiwilligen langfristig zu binden. Jeder fünfte Rekrut wollte sich demnach nach Ende des Dienstes als Zeitsoldat bewerben.

Das Bundesverteidigungsministerium sprach von einer guten Quote. Ein Sprecher verwies am Sonntag aber gleichzeitig darauf, dass sich die Studie auf den Zeitraum von Juli 2011 bis April 2012 beziehe und daher nicht den aktuellen Sachstand abbilde. Die von der Bundeswehr im Frühjahr 2014 gestartete Attraktivitätsoffensive zeige langsam Wirkung.

Der Freiwillige Wehrdienst sei „schon für sich attraktiv“ und somit nicht allein als Einlasstor für Zeitsoldaten zu verstehen, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Für den Einzelnen dienen die bis zu 23 Monate Freiwilliger Wehrdienst beispielsweise auch zur Überbrückung der Wartezeit zwischen Abitur und Studium bei gutem Gehalt und Dienst für die Gesellschaft.“

Der besagten Studie zufolge hatten sich im damaligen Untersuchungszeitraum zwei Drittel der freiwillig Wehrdienstleistenden vom Dienst in ihren Einheiten unterfordert gefühlt. „Diese Unterforderung betrifft Befragte aller Bildungsschichten, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß“, heißt es in der laut „WamS“ im April 2014 fertiggestellten Untersuchung, die erst jetzt veröffentlicht wurde.

So zeigten sich nur 31 Prozent mit der „Sinnhaftigkeit des Dienstes“ zufrieden und 36 Prozent mit dem Dienstablauf. Mit der Bezahlung waren hingegen mehr als 83 Prozent eher oder sehr zufrieden. Auch Rahmenbedingungen wie Unterkunft, Verpflegung und die Entfernung zum Heimatort bewerteten die Soldaten als gut.

dpa

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