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Melania Trump könnte an der Seite ihres Mannes Donald zur First Lady der USA werden.
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Melania Trump könnte an der Seite ihres Mannes Donald zur First Lady der USA werden.

Model und Mutter

Melania Trump: Wird sie First Lady der USA?

Washington - Wenn alles anders ist in diesem Wahljahr, muss das auch für eine mögliche First Lady der USA gelten. Melania Trump bräche mit Traditionslinien à la Jackie Kennedy oder Eleanor Roosevelt: „Ich werde ich selbst sein.“

Sie könnte die erste First Lady seit fast 200 Jahren sein, die nicht in den USA geboren wurde. Die dritte Ehefrau Donald Trumps, im Kampf ums Weiße Haus aussichtsreichster Bewerber der Republikaner, stammt aus Slowenien. 1970 geboren, ist sie 24 Jahre jünger als ihr Gatte. Wer ist Melania Trump?

Melania, gebürtige Knauss, brach in ihrer Heimat in Ljubljana ein Studium ab (Architektur und Design) und zog, 1,80 Meter groß, als Model nach Mailand und Paris. Mit 17 wurde sie angeblich von Helmut Newton entdeckt. 1996 wanderte sie in die USA aus.

1998 lernte sie auf einer Party während der Fashion Week in New York Donald Trump kennen. 2005 wird geheiratet, teuer und glamourös in Palm Springs, sie in Dior. Das Ehepaar Trump hat ein gemeinsames Kind, den neunjährigen Barron.

Melania Trumps erste Einlassungen zum Thema First Lady sind bereits 17 Jahre alt, damals probierte sich Donald Trump noch erfolglos als Präsidentschaftsbewerber. „Ich wäre sehr traditionell“, sagte sie der „New York Times“. „Wie Betty Ford oder Jackie Kennedy.“

Das sieht sie heute anders: „Wir leben im 21. Jahrhundert. Ich werde ich selbst sein. Ich werde anders sein als andere First Ladies. Ich werde Frauen helfen, ich werde Kindern helfen. Sie sind die Zukunft.“

Ein Umzug ins Weiße Haus brächte vermutlich doch einige Einschränkungen mit sich. Begleiter beschreiben Melanias Lebenswandel als sehr luxuriös. In New York lebt sie mit Blick über den Central Park an der 5th Avenue in einem 100-Millionen-Dollar-Penthouse. Es heißt, das traute Heim sei Schloss Versailles nachempfunden: Marmor, kostbarste Ausstattungen, Deckengemälde, Gold. Da kann 1600 Pennsylvania Avenue in Washington nicht mithalten. Dafür wird es mehr fotografiert.

Melania Trump spricht angeblich Italienisch, Französisch, Englisch und Deutsch. „Der stille Partner“, schreibt die „New York Times“ im September vergangenen Jahres. 2016 kommt sie allmählich aus der Deckung und ist im Wahlkampf sehr oft an Donalds Seite zu sehen.

Dem Vernehmen nach haben die Trumps kein Kindermädchen, Melania bezeichnet sich als Vollzeit-Mutter. Ihr Wunsch für Sohn Barron: „ich will, dass es für ihn so normal wie möglich bleibt, aber ich unterstütze meinen Mann zu 100 Prozent.“

Was sagt Melania über Donald?

Aus einem aktuellen Interview des Senders MSNBC: „Ich mag seinen unglaublichen Verstand, er ist sehr klug und charmant, und wir haben eine großartige Energie zwischen uns.“ Und die scharfe Kritik an den Positionen ihres Mannes? „Wir haben ein dickes Fell. Die Leute, die ihn kritisieren, hören ihm nicht gut genug zu.“ Sie sei fasziniert vom seinem wunderbaren Charakter.

Bei aller Loyalität - immer einverstanden sei sie mit „The Donald“ aber nicht: „Ich sage ihm, wenn ich nicht mit ihm übereinstimme. Manchmal hört er zu. Manchmal aber auch nicht.“

Zu Anderson Cooper von CNN sagt sie: „Ich bin nicht mit allem einverstanden, was er sagt, aber das ist normal. Ich bin ich selbst und stehe fest mit beiden Beinen auf dem Boden. Das ist in einer Beziehung sehr wichtig.“ Weiter: „Wir sind beide sehr unabhängig. Ich lasse ihn sein, wie er ist, und er lässt mich sein, wie ich bin. Ich versuche nicht, ihn zu ändern. Er ist erwachsen und kennt die Konsequenzen seines Verhaltens, daran rühre ich nicht. Ich sage ihm sehr, sehr oft meine Meinung.“

Sie glaube schon, sagt Melania Trump, dass ihr Mann als Präsident seinen Ton ändern würde. Er habe sein Geschäftsimperium ja auch nicht nur mit rauen Worten und rüdem Ton aufgebaut. Also: „Er könnte das wirklich ändern.“

Melania Trump liebt New York („Was für eine Energie“) und Amerikas Möglichkeiten. Sie könne gut verstehen, wie attraktiv die USA für Einwanderer seien, sie sei ja selber einer. Deswegen habe sie aber noch lange kein Verständnis für Illegale: Das sei ohne jeden Zweifel falsch. „Ich habe immer das Gesetz beachtet und mich richtig verhalten“, sagt sie. „So sollte man das machen. Ich habe mich hier nicht reingeschlichen und bin dann einfach geblieben.“

Donald Trump, der seit Monaten gegen Einwanderer und Muslime hetzt, sei ganz bestimmt kein Rassist. Er sei auch nicht gegen Einwanderer.

Skandalfreie Vergangenheit

Melanias Vergangenheit gilt gemeinhin als skandalfrei. Da das Internet aber nichts vergisst, verbreiten ihre Gegner eifrig frühe Fotos mit besonders spärlicher Bekleidung und gehässiger Bildzeile: „Melania Trump beim Sichern der Stimmen evangelikaler Christen“.

Melania Trump vertreibt eine eigene Beautylinie (mit Kaviar angereichert) und über den Homeshopping-Sender QVC eine etwas bling-bling-hafte Schmuckkollektion. Ihr Social-Media-Verhalten ist übersichtlich. Ihre Homepage zieren aus vielen Jahren Fotos ihrer Modelvergangenheit, während derer entweder die Fotos oder ihr Körper verändert wurden. Ein Top-Model war sie nie, aber sie wurde von berühmten Fotografen abgelichtet: Mario Testino, Ellen von Unwerth, Patrick Demarchelier.

Die letzte First Lady, die nicht in den USA geboren wurde, war Louisa Catherine Johnson Adams, 1825 bis 1829. Auch eine Europäerin, wenn auch von der Insel: Sie stammte aus London.

dpa

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