+
Flüchtlinge in einem Camp in Assaga in Niger

Tragödie in Niger

34 Menschen auf der Flucht in Wüste gestorben

Maradi - In der nigrischen Wüste nahe der algerischen Grenze sind die Leichen von 34 Flüchtlingen gefunden worden - darunter 20 Kinder.

Die Menschen seien bei dem Versuch gestorben, durch die Wüste in das Nachbarland Algerien zu flüchten, erklärte das nigrische Innenministerium am Mittwochabend. Demnach hätten Menschenschmuggler die Gruppe verlassen, die Flüchtlinge starben schließlich an Hunger und Durst. Ihre Leichen wurde nahe dem Grenzort Assamaka gefunden.

Von Algerien aus versuchen die Flüchtlinge dann in der Regel, ihre lebensgefährliche Reise über das Mittelmeer in Richtung Italien oder Spanien fortzusetzen. Das Innenministerium hatte zunächst zwei Tote identifiziert - sie kamen aus Niger und Nigeria. Niger gilt als eines der wichtigsten Durchgangsländer afrikanischer Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa. Im vergangenen Jahr versuchten mehr als 100.000 Menschen, über das Land in Richtung Mittelmeerküste zu kommen.

Rund 60 Migranten vor Lesbos gerettet

Fischer der griechischen Insel Lesbos haben unterdessen rund 60 Migranten aus einem auf Grund gelaufenen Flüchtlingsboot gerettet, darunter zahlreiche Kinder. Wie ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur sagte, war das Boot in der Türkei gestartet und am Donnerstag auf einem Riff wenige Dutzend Meter vor der griechischen Insel auf Grund gelaufen. „Alle Menschen sind wohlauf. Fischer haben sie gerettet“, sagte der Offizier. Der Flüchtlingszustrom aus der Türkei hat in den vergangenen Wochen deutlich nachgelassen. In den vergangenen zwei Tagen war kein einziger Migrant in Griechenland angekommen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Roth erneut Spitzenkandidatin von Bayerns Grünen

Augsburg - Claudia Roth wird auch 2017 die bayerischen Grünen in die Bundestagswahl führen. Bei der Landesversammlung wählten die Grünen am Freitagabend die 61-Jährige …
Roth erneut Spitzenkandidatin von Bayerns Grünen

UN-Vollversammlung fordert sofortige Waffenruhe in Syrien

New York - Die UN-Vollversammlung hat in einer mit breiter Mehrheit verabschiedeten Resolution eine sofortige Waffenruhe in Syrien gefordert.
UN-Vollversammlung fordert sofortige Waffenruhe in Syrien

Kommentar: Eine gefährliche Welt

„Postfaktisch“ ist das deutsche Wort des Jahres. Es geht um Fakten und Gefühle, um die Lügen im Netz - und um den Aufstand vieler Bürger gegen ihr Establishment, den die …
Kommentar: Eine gefährliche Welt

Ursula von der Leyen bestaunt Pferdezucht des Königs

Manama - Der König von Bahrain scheint sich gut über die Hobbys von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen informiert zu haben und präsentierte ihr am Freitag …
Ursula von der Leyen bestaunt Pferdezucht des Königs

Kommentare