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Wieder sind in Madaja 18 Menschen an Mangelernährung gestorben.

Drama in belagerter Stadt

In Madaja verhungern immer mehr Menschen

Damaskus - In der belagerten syrischen Stadt Madaja sterben weiter Menschen an den Folgen von Mangelernährung. Trotz der vor knapp drei Wochen gelieferten Nothilfe sind wieder mindestens 18 Menschen verhungert.

Das teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag mit. Unter ihnen seien zwei Kinder und vier Frauen.

Bereits am Freitag hatte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) von wenigstens 16 verhungerten Menschen berichtet. Weitere Menschen seien dem Hungertod nahe und benötigten dringend Hilfe.

Am 11. Januar hatte ein Hilfskonvoi mehrere Hundert Tonnen Nahrung, Medizin und Decken in den von syrischen Regierungstruppen seit mehr als einem halben Jahr eingeschlossenen Ort in Westsyrien gebracht.

Bis dahin waren laut Ärzte ohne Grenzen (MSF) fast 30 Menschen gestorben. Die Vereinten Nationen hatten schon damals erklärt, 400 Menschen seien fast tot und müssten so schnell wie möglich aus der Stadt gebracht werden.

„Es ist absolut inakzeptabel, dass Menschen weiter verhungern und kritische Fälle in der Stadt bleiben, obwohl sie vor Wochen hätten in Sicherheit gebracht werden sollen“, sagte der lokale MSF-Direktor Brice de le Vingne.

Madaja ist kein Einzelfall: UN-Schätzungen zufolge sind in 50 belagerten Orten in Syrien 400.000 Menschen eingeschlossen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das vorsätzliche Aushungern von Menschen als Kriegsverbrechen bezeichnet.

Die syrische Opposition fordert bei den Friedensgesprächen für das Bürgerkriegsland in Genf ein Ende der Blockaden syrischer Städte durch die Armee.

Lesen Sie hierzu auch: Friedensverhandlungen zu Syrien in Genf

dpa

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