Europawahlkampf im vergangenen Mai: Plakate von AfD und CDU. Foto: Jan Woitas
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Europawahlkampf im vergangenen Mai: Plakate von AfD und CDU. Foto: Jan Woitas

Merkel sieht CDU durch AfD nicht geschwächt

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht ihre Partei durch die rechtskonservative Alternative für Deutschland (AfD) nicht geschwächt.

Die CDU-Vorsitzende sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Ohne allzu viel auf Umfragen zu geben: Die derzeitigen Werte der CDU sprechen jedenfalls nicht dafür, dass unser Volksparteicharakter sehr geschwächt wäre." Um Volkspartei bleiben zu können, müsse die CDU auch die konservativen Wähler ansprechen - dies sei "eine der Wurzeln der Christlich-Demokratischen Union, neben der liberalen und der christlich-sozialen".

Merkel sagte, den Zulauf für populistische und radikale Parteien in Europa erkläre sie sich "mit den Auswirkungen der zunehmenden Globalisierung". Darauf reagierten manche Menschen mit dem "Rückzug ins Nationale".

Die Kanzlerin äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit von Teilnehmern der Pegida-Demonstrationen. "Ich verstehe viele Probleme, die viele Menschen umtreiben, etwa die unbestreitbaren Fragen, die die Zuwanderung aufwirft, die ansonsten für unser Land ein Gewinn und im Übrigen unverzichtbar ist, oder die Kriminalität in den Großstädten und in bestimmten Grenzgebieten". Sie fügte hinzu: "Ich muss verstehen, was die Sorgen sind, aber ich muss nicht Verständnis für jede Form von Demonstration haben."

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