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Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, am Dienstagabend bei einem Empfang in Berlin anlässlich des Ramadan vor Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen.

Empfang in Berlin

Merkels Ramadan-Rede: Muslime nicht ausgrenzen

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan zu gegenseitiger Wertschätzung der Religionen aufgerufen.

Update vom 19. Mai 2016: Bald geht der Fastenmonat der Muslime wieder los. Hier finden Sie alles Wissenswerte zum Ramadan 2016.

Bei einem Empfang in Berlin verwies die Kanzlerin am Dienstagabend vor Vertretern unterschiedlicher Glaubensrichtungen auf die weltweiten Gewalttaten im Namen einer Religion, zu oft leider im Namen des Islams.

Doch jede Ausgrenzung von Muslimen in Deutschland, jeder Generalverdacht verbiete sich, sagte Merkel. Die allermeisten Muslime seien rechtschaffene und verfassungstreue Bürgerinnen und Bürger. „Es ist offenkundig, dass der Islam inzwischen unzweifelhaft zu Deutschland gehört.“

Zugleich verwies die Kanzlerin auf Übergriffe auf Gläubige und ihre Gotteshäuser, auf Synagogen, Moscheen und Kirchen. „Solche Taten richten sich gegen uns alle“, sagte sie. Dies seien Anschläge auf die Glaubensfreiheit und auch auf die Demokratie. Als Bürger müsse man hier klar Stellung beziehen. Die Mehrheit dürfe keine schweigende Mehrheit sein.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), rief ebenfalls zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. Es sei wichtig, über Religionsgrenzen hinweg für Vielfalt einzutreten. Sie verurteilte Terroranschläge im Namen von Religionen sowie Ausgrenzung und Vorurteile gegen Menschen unterschiedlichen Glaubens. Phänomene wie Antisemitismus und Islamfeindlichkeit nähmen täglich zu. Um so wichtiger sei es, auf Begegnung und Austausch zu setzen.

Teilnehmer der Veranstaltung waren neben der Kanzlerin und der Integrationsbeauftragen unter anderem die Sprecherin des Koordinationsrats der Muslime in Deutschland, Nurhan Soykan, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, und der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken in Deutschland, Alois Glück.

dpa

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