Immer wieder versuchen Flüchtlinge über die Ägäis die EU zu erreichen (Archivbild).
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Immer wieder versuchen Flüchtlinge über die Ägäis die EU zu erreichen (Archivbild).

Wieder Tragödien in der Ägäis

Mindestens 36 Flüchtlinge vor türkischer Küste ertrunken

Ankara - Bei zwei Flüchtlingsunglücken vor der türkischen Küste sind mindestens 36 Menschen ertrunken. Unter den Toten waren mehrere Kinder.

Ein tödliches Ende hat für mindestens 36 Flüchtlinge die gefährliche Überfahrt von der Türkei nach Griechenland genommen. Türkische Polizisten fanden am Dienstag 29 Leichen an den Stränden der westlichen Region Balikesir gegenüber der griechischen Insel Lesbos, wie ein Sprecher des Grenzschutzes der Nachrichtenagentur AFP sagte. Weitere sieben Ertrunkene wurden aus der eisigen Ägäis geborgen. Unter den Opfern waren mehrere Kinder. 

Wie der Sender CNN Türk weiter berichtet, seien die Menschen bei dem Versuch ertrunken, mit zwei Booten zur griechischen Insel Lesbos zu gelangen. Unter den Toten waren eine Schwangere und mehrere Kinder. Viele hätten nicht funktionsfähige Rettungswesten getragen.

Dutzende Flüchtlinge konnten dem Bericht zufolge gerettet werden, viele mussten mit Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht werden. Trotz winterlicher Temperaturen und derzeit schlechter Wetterbedingungen versuchen nach Angaben der türkischen Behörden weiterhin zahlreiche Flüchtlinge, von der türkischen Küste aus die griechischen Ägäis-Inseln und damit die EU zu erreichen.

Bereits rund 700 Menschen in der Ägäis ertrunken

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen im vergangenen Jahr etwa 700 Menschen bei dem Versuch ums Leben, über die Ägäis die EU zu erreichen oder sie verschwanden. Insgesamt kamen laut IOM im vergangenen Jahr eine Million Flüchtlinge in die Europäische Union, davon 700.000 über die Türkei und die griechischen Ägäis-Inseln.

AFP

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