Ministerium bremst Erwartungen

Keine hohen Einnahmen durch Finanzsteuer

Berlin - Das Bundesfinanzministerium hat die Erwartungen an hohe Milliarden-Einnahmen aus der geplanten Umsatzsteuer auf Finanzmarktgeschäfte gedämpft.

Da die Abgabe inzwischen nur stufenweise eingeführt und auf weniger Transaktionen beschränkt werden solle, sei auch mit deutlich weniger Einnahmen zu rechnen, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums am Montag in Berlin.

Ein Gutachten, das nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ allein dem deutschen Fiskus jährliche Erlöse von mindestens 17,6 Milliarden Euro in Aussicht stellt, basiere auf früheren, nicht mehr gültigen Annahmen und Szenarien. Dies sei nicht mehr der aktuelle Stand der Verhandlungen, betonte die Sprecherin weiter.

Angesichts des Widerstands in Europa wollen bisher nur Deutschland und zehn weitere EU-Länder die Finanztransaktionssteuer (FTT) einführen. Details und Zeitplan sind aber weiter offen. Zuletzt hatten sich die Finanzminister der Länder auf eine schrittweise Einführung der Abgabe verständigt. Das Ministerium sprach von einem schwierigen Projekt. Ende dieser Woche kommen die EU-Finanzminister zu einem informellen Treffen in Mailand zusammen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ticker zu Terror in Istanbul: Zahl der Toten offenbar gestiegen

Istanbul - Wieder erschüttert ein Terroranschlag die türkische Metropole Istanbul. Am Dienstag richteten Selbstmordattentäter ein Blutbad am Atatürk-Flughafen an.
Ticker zu Terror in Istanbul: Zahl der Toten offenbar gestiegen

Ticker zum EU-Gipfel: 27er-Union stellt Forderungen an Briten

London - Die Briten haben für einen Austritt aus der EU gestimmt. Die Folgen des Brexit klären nun die Staatschef bei einem EU-Gipfel in Brüssel. Wir berichten im …
Ticker zum EU-Gipfel: 27er-Union stellt Forderungen an Briten

Neue EU will für London keinen Binnenmarkt "à la carte"

Brüssel - Harte Bandagen in Brüssel: Die neue 27er-EU will die Zusammenarbeit mit Großbritannien künftig danach bemessen, wie sich das Königreich bei der Zuwanderung …
Neue EU will für London keinen Binnenmarkt "à la carte"

Verkauf von Hunsrück-Flughafen Hahn droht zu platzen

Der Käufer des Flughafens Hahn ist mit einer ersten Zahlung in Verzug. Der Landtag sollte dem Deal in wenigen Wochen zustimmen - jetzt ist alles gestoppt.
Verkauf von Hunsrück-Flughafen Hahn droht zu platzen

Kommentare