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Entwicklungsminister Gerd Müller.

Flüchtlings-Drama

Minister Müller: „Es geht jetzt um das Überleben“

Berlin - Der Minister schlägt Alarm: Massive internationale Winterhilfe für die Millionen Flüchtlinge aus Syrien fordert der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller.

„Es fehlt an allem, es geht jetzt um das Überleben“, sagte der CSU-Politiker am Dienstag vor Beginn der internationalen Syrien-Konferenz in Berlin im rbb-Inforadio.

Jeder zweite Syrer sei auf der Flucht oder vertrieben. Im Irak lebten 200 000 bis 300 000 Menschen im Schlamm, denen dringend geholfen werden müsse. „Jetzt regnet es, dann kommt der Winter, dann kommt der Tod“, sagte Müller. 26 Flüchtlingscamps seien im Irak erforderlich. Deutschland werde sich am Aufbau der Notunterkünfte beteiligen.

Müller mahnte aber auch erneut gemeinsame Anstrengungen der Europäischen Union an. Die neue Kommission müsse sofort handeln. Eine Milliarde Euro der EU für die Flüchtlingshilfe stehe im Prinzip zur Verfügung. „Sie muss aber freigegeben werden, um Überleben zu sichern“, sagte der Entwicklungsminister.

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Zu der Syrien-Konferenz erwartet Außenminister Frank-Walter Steinmeier Vertreter von 40 Staaten und Organisationen, darunter den UN-Flüchtlingskommissar António Guterres und den libanesischen Ministerpräsidenten Tammam Salam. Schätzungen zufolge sind in den vergangenen Jahren bis zu fünf Millionen Menschen vor dem Bürgerkrieg und der Terrormiliz IS aus Syrien geflohen. Zudem sind mehr als sechs Millionen Syrer innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht.

dpa

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