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Nariman Reinke, Bundeswehr-Soldatin mit marokkanischen Wurzeln.

Nach Übergriffen von Köln

Muslimische Soldatin sorgt mit Internet-Beitrag für Wirbel

Hannover - Für die sexuellen Übergriffe auf Frauen in Köln gebe es weder eine marokko- noch eine islamspezifische Entschuldigung oder Erklärung, sagt Hauptfeldwebel Nariman Reinke - und plädiert gegen Vorurteile.

Nariman Reinke (36), Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr, hat mit einem Internet-Posting zu den sexuellen Übergriffen auf Frauen in Köln bundesweit auf sich aufmerksam gemacht. Dafür gebe es weder eine marokko- noch islamspezifische Entschuldigung oder Erklärung, schreibt die muslimische Soldatin, deren Eltern vor 52 Jahren als Gastarbeiter aus Marokko nach Deutschland kamen.

Ihr Plädoyer gegen Vorurteile veröffentlichte sie auf der Facebook-Seite ihres Vereins „Deutscher.Soldat.“, der von Bundeswehrangehörigen aus Migrantenfamilien gegründet wurde. Der Beitrag wurde tausendfach geteilt und kommentiert. Reinke kommt aus Hannover, sie ist derzeit beim Bataillon Elektronische Kampfführung im rheinland-pfälzischen Daun stationiert.

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„Es ist ganz schrecklich, dass der Islam nun für Köln verantwortlich gemacht wird“, sagte die Soldatin der Deutschen Presse-Agentur. Nach ihrer Überzeugung ist die Entscheidung, Flüchtlinge aufzunehmen, trotz der Vorfälle in Köln richtig. „Wer weiß denn, wie viele Flüchtlinge in der Silvesternacht dabei waren? Und was hat deren Anzahl mit unseren eigenen Werten zu tun?“ sagte Reinke. Schlimm sei es, die Themen Kriminalität und Flüchtlinge zu vermischen und dabei auch den Islam mitverantwortlich zu machen.

In der Silvesternacht waren am Kölner Hauptbahnhof Frauen von Männergruppen umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen worden. Unter den mutmaßlichen Tätern sollen viele Männer nordafrikanischer und arabischer Herkunft sein.

dpa

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