Die "Marida Marguerite" im Mai 2010 nach der Freilassung vor der omanischen Küste. Ein Ermittlungsverfahren gegen einen mutmaßlichen Piraten wurde eingestellt, weil er zu jung für eine Strafverfolgung war. Foto: LKA Niedersachsen/dpa
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Die "Marida Marguerite" im Mai 2010 nach der Freilassung vor der omanischen Küste. Ein Ermittlungsverfahren gegen einen mutmaßlichen Piraten wurde eingestellt, weil er zu jung für eine Strafverfolgung war. Foto: LKA Niedersachsen/dpa

Mutmaßlicher Pirat für Verurteilung zu jung

Osnabrück (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen mutmaßlichen somalischen Piraten eingestellt, weil er zu jung für eine Strafverfolgung war. Er soll 2010 an der Entführung des Tankers "Marida Marguerite" vor der Küste Somalias beteiligt gewesen sein.

Weil er einem Gutachten zufolge damals aber jünger als 14 Jahre war, sei er zur Tatzeit noch nicht strafmündig gewesen, sagte der Sprecher der Osnabrücker Staatsanwaltschaft, René van Münster, am Dienstag zu Berichten von "Zeit" und NDR. Deswegen sei das Verfahren eingestellt worden.

Im vergangenen März war der junge Mann bei der Einreise nach Bayern festgenommen worden. Den Berichten zufolge soll der Somali inzwischen einen Asylantrag gestellt haben und in Hannover wohnen. Er galt aufgrund von Fingerabrücken an Bord und Zeugenaussagen als Tatverdächtiger.

Nach der Entführung der "Marida Marguerite" war das Schiff mit 22 Besatzungsmitgliedern acht Monate in der Hand der Piraten. Die Besatzung war schlimmsten Quälereien und Misshandlungen schutzlos ausgeliefert und schwebte in Todesangst, bis die emsländische Reederei ein Lösegeld von fünf Millionen US-Dollar zahlte.

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