+
Donald Trump.

Harte Linie

Trump fühlt sich nach Terror in Brüssel bestätigt

Washington/Brüssel - Nach den Terror-Anschlägen in Brüssel sieht sich Donald Trump in seiner harten Linie bestätigt. Der US-Präsidentschaftsbewerber warnt, bei der Einwanderungspolitik wachsam zu sein.

Der US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump sieht sich durch die Brüsseler Anschläge in seiner harten Linie in der Einwanderungspolitik bestätigt. Die Vereinigten Staaten müssten "sehr, sehr wachsam" darin sein, wen sie in das Land ließen, sagte der Immobilienmilliardär am Dienstag dem TV-Sender Fox News. Trump bekräftigte, dass er als Präsident einen radikalen Einwanderungsstopp verhängen würde.

Der Geschäftsmann, der im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner mit weitem Abstand vorn liegt, tritt für ein pauschales Einreiseverbot für Muslime ein. In seiner Reaktion auf die Anschläge von Brüssel sagte er, angesichts einer solchen Bedrohung würde er "die Grenzen dicht machen, bis wir herausgefunden haben, was los ist".

Bleiben Sie auch am Tag nach den Terroranschlägen von Brüssel in unserem News-Ticker auf dem Laufenden. Hier gibt's unseren News-Ticker zum Terror in Brüssel vom Dienstag zum Nachlesen.

Bislang ließen die USA Menschen ins Land, die keine richtigen Papiere hätten, kritisierte Trump. "Wir wissen nicht, woher sie kommen. Wir wissen nicht, wer sie sind." Wenn es sich um Muslime handele, müssten diese Menschen "sehr, sehr gründlich" überprüft werden. Sie könnten mit der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Verbindung stehen.

Explosionen in Brüssel: Eine Stadt steht unter Schock

Der Immobilienmilliardär prangerte zudem erneut die europäische Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik und insbesondere den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an. "Diese Frau" habe Millionen von Menschen ins Land gelassen, deren Integration "sehr, sehr schwierig und in manchen Fällen unmöglich" sei, sagte Trump, ohne die Kanzlerin beim Namen zu nennen.

Bei den Anschlägen am Dienstag in Brüssel wurden nach vorläufigen Angaben mindestens 26 Menschen getötet. Europaweit wurden daraufhin die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft. Trump schilderte die Geschehnisse als Warnung für die USA. "Schaut Euch Brüssel an, Brüssel war eine schöne Stadt, eine schöne Stadt mit null Verbrechen. Und jetzt ist es eine Katastrophenstadt, eine totale Katastrophe."

AFP

"Anschlag galt nicht nur Belgien": Reaktionen auf Terror in Brüssel

Trump faselt vom "dritten Weltkrieg mit Russland"

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gauck-Nachfolge: CSU will Kandidaten aus großer Koalition

Berlin - Die Kür des Nachfolgers von Joachim Gauck wird schwierig, schon wegen der anstehenden Bundestagswahl. Einen eigenen Kandidaten wird die Union kaum durchbringen. …
Gauck-Nachfolge: CSU will Kandidaten aus großer Koalition

Bundestag stimmt über Erbschaftsteuer-Kompromiss ab

Kritiker halten auch die neuen Verschonungsregeln bei der Erbschaftsteuer für zu großzügig, doch eine Mehrheit des Bundestages gilt bei der heutigen Abstimmung über die …
Bundestag stimmt über Erbschaftsteuer-Kompromiss ab

Rentenniveau fällt ohne Reform auf 41,6 Prozent

Rentenniveau auf Talfahrt - tut sich nichts bei der gesetzlichen Rente, sinkt das Sicherungsniveau stark ab. Doch will man es halten, kostet das Milliarden.
Rentenniveau fällt ohne Reform auf 41,6 Prozent

Machtkampf um Spitzenkandidatur bei Linkspartei

Die Chefs der Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, bescheren der Linken einen Streit über die Spitzenkandidatur bei der nächsten Bundestagswahl. …
Machtkampf um Spitzenkandidatur bei Linkspartei

Kommentare