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Die Nato-Minister und der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg beraten über künftige Stützpunkte im Osten.

Abwehrmaßnahme gegen Russland

Kommen neue Nato-Stützpunkte im Osten?

Brüssel - Die Planungen für die superschnelle Eingreiftruppe der Nato nehmen Gestalt an. Die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten wollen jetzt in Brüssel weitere Entscheidungen zur neuen „Speerspitze“ treffen.

Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise wollen die Verteidigungsminister der Nato-Staaten die Planungen für neue Abwehrmaßnahmen gegen mögliche Bedrohungen aus Russland voranbringen. Bei einem Spitzentreffen in Brüssel stehen am Donnerstag unter anderem Beschlüsse zum Aufbau von sechs neuen Stützpunkten in Bündnisländern wie Litauen und Polen auf der Tagesordnung. Sie sollen auch als Übungsorte für die superschnelle Eingreiftruppe dienen, die derzeit aufgebaut wird.

Die sogenannte Speerspitze wird den Planungen zufolge innerhalb weniger Tage verlegt werden können - beispielsweise in die Bündnisstaaten im Baltikum, die sich besonders von der russischen Interventionspolitik bedroht fühlen.

Deutschland mit Schlüsselrolle

Deutschland übernimmt beim Aufbau der superschnellen Eingreiftruppe schon jetzt eine Schlüsselrolle. In einer Probephase wird die Bundeswehr in diesem Jahr 2000 von insgesamt etwa 5000 Soldaten und damit das größte Kontingent für die Truppe stellen. Sie sind Teil der bereits bestehenden Nato-Eingreiftruppe (Nato Response Force), über deren Landstreitkräfte derzeit das deutsch-niederländische Korps in Münster das Kommando hat.

Welche Staaten sich mittelfristig an der superschnellen Eingreiftruppe beteiligen, wollen die Verteidigungsminister bei ihrem Treffen in Brüssel festlegen. Im Gespräch sind neben Deutschland die Länder Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und die Türkei.

dpa

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