Der Einsatzgruppenversorger "Bonn" verlässt den Marinestützpunkt Wilhelmshaven und startet zu seiner ersten großen Fahrt. In der Diskussion um eine Beteiligung der Nato am Kampf gegen den IS wird eine Vorentscheidung erwartet. Foto: Ingo Wagner/Symbolbild
+
Der Einsatzgruppenversorger "Bonn" verlässt den Marinestützpunkt Wilhelmshaven und startet zu seiner ersten großen Fahrt. In der Diskussion um eine Beteiligung der Nato am Kampf gegen den IS wird eine Vorentscheidung erwartet. Foto: Ingo Wagner/Symbolbild

Zweiter Beratungstag

Nato-Minister entscheiden über Anti-IS-Einsätze

Brüssel - In der Diskussion um eine Beteiligung der Nato am Kampf gegen die IS-Terrormiliz soll heute am zweiten Beratungstag eine Vorentscheidung fallen.

Die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten wollen am zweiten Tag eines Treffens in Brüssel über eine Anfrage der USA beraten.

Diese möchten für die internationale Koalition gegen den IS zusätzliche Spezialflugzeuge vom Typ Awacs nutzen. Weil Länder wie Deutschland eine direkte Nato-Beteiligung am Kampf gegen den IS kritisch sehen, könnte es zu einem Kompromiss kommen.

Nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg wird in Erwägung gezogen, den USA Awacs-Maschinen für Einsätze außerhalb des Anti-IS-Kampfes zur Verfügung zu stellen. Die USA könnte dann wiederum ihre eigenen Awacs-Flugzeuge verstärkt über Syrien und dem Irak einsetzen. Die mit moderner Radar- und Kommunikationstechnik ausgestatteten Spezialmaschinen können zur Luftraumüberwachung und als fliegende Kommandozentrale eingesetzt werden.

Weitere Diskussionen werden am zweiten Tag des Treffens über den deutsch-türkischen Vorschlag erwartet, mit Marinekräften der Nato den Kampf gegen Schleuserbanden in der Ägäis zu unterstützen. Nato-Schiffe könnten zum Beispiel das Seegebiet zwischen der Türkei und Griechenland überwachen und ihre Aufklärungsergebnisse an die türkischen und griechischen Behörden weitergeben.

Im Anschluss an das Nato-Treffen hat der US-Verteidigungsminister Ashton Carter zu einem Treffen von Mitgliedern der internationalen Anti-IS-Koalition geladen. Zu ihm werden neben den Bündnisstaaten Vertreter aus 21 weiteren Nationen erwartet.

Programm des Ministertreffens

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Merkel-Rede: CSU fordert schärfere Grenzkontrollen

München – Nach dem Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel vor der Hauptstadtpresse fordert  Bayerns CSU-Fraktionschef Kreuzer schärfere Grenzkontrollen.
Nach Merkel-Rede: CSU fordert schärfere Grenzkontrollen

30 000 Menschen zur Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

Der Putschversuch in der Türkei belastet auch das Klima unter den in Deutschland lebenden Türken. Erdogan-Anhänger planen eine Großkundgebung in Köln. Zudem sorgen …
30 000 Menschen zur Pro-Erdogan-Demo in Köln erwartet

CSU unterstellt Merkel indirekt "Blauäugigkeit"

"Wir schaffen das" - an diesem Credo der Kanzlerin zur Bewältigung der Flüchtlingskrise reibt sich die CSU seit Monaten. Und Merkel hält daran fest. Streit ohne Ende?
CSU unterstellt Merkel indirekt "Blauäugigkeit"

Türkische Oppositionsparteien warnen vor "Hexenjagd"

Ankara - Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei sinnt Präsident Erdogan offenbar auf Rache und ist bereit, die Todesstrafe wieder einzuführen. Auch Deutschland soll …
Türkische Oppositionsparteien warnen vor "Hexenjagd"

Kommentare