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Das aktuelle Cover des französischen Satire-Magazins Charlie Hebdo.

Weder Angst noch Resignation

Neue "Charlie Hebdo": Schwarzer Humor gegen dunkle Zeit

Paris - "Sie haben die Waffen. Scheiß drauf, wir haben den Champagner": Die Satire-Zeitschrift "Charlie Hebdo" reagiert in ihrer neuesten Ausgabe mit einem Trotz-Aufruf auf die Anschlagsserie.

Die Titelseite zeigt einen tanzenden jungen Mann mit von Kugeln durchlöchertem Körper, der sich ein Glas Champagner in den Mund gießt. Dabei schießt der Champagner aus den Löchern in seinem Körper wieder heraus.

"Die Pariser sind entschlossen, sich weder der Angst noch der Resignation zu ergeben", schreibt Chefredakteur Riss im Editorial. Zugleich ruft er dazu auf, sich weiter mit dem Islam auseinanderzusetzen. "Die Klippe der Spaltung zu vermeiden darf uns nicht dazu bringen, das Recht aufzugeben, die Religion zu kritisieren". Es sei auch eine Absicht der Attentäter von Freitagabend gewesen, "diese Freiheit zu eliminieren".

Bei dem Angriff auf die "Charlie-Hebdo"-Redaktion am 7. Januar waren zwölf Menschen getötet worden. Islamistische Attentäter hatten die Zeitschrift gezielt ausgesucht, weil sie mehrfach Mohammed-Karikaturen gedruckt und den Islamismus scharf kritisiert hatte. Die überlebenden Redakteure und Zeichner ließen sich aber nicht einschüchtern: In der erste Ausgabe nach dem Blutbad hatten sie eine weitere Mohammed-Karikatur auf dem Titel abgedruckt. "Ich bin Charlie" stand in der Sprechblase, die Überschrift lautete: "Alles ist vergeben."

AFP

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