Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerät wegen umstrittener Äußerungen seines neuen Medienberaters zu Barack Obama unter Druck. Foto: Amos Ben Gershom/Archiv
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Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerät wegen umstrittener Äußerungen seines neuen Medienberaters zu Barack Obama unter Druck. Foto: Amos Ben Gershom/Archiv

Neuer Medienberater Netanjahus warf Obama Antisemitismus vor

Jerusalem (dpa) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerät wegen umstrittener Äußerungen eines neuen Medienberaters unter Druck. Ran Baratz hatte sich nach israelischen Medienberichten vor einem halben Jahr scharf gegen die Iran-Politik von US-Präsident Barack Obama ausgesprochen.

Obamas Reaktion auf eine kritische Rede Netanjahus vor dem US-Kongress sei ein Beispiel dafür, "wie moderner Antisemitismus in liberalen westlichen Ländern aussieht", schrieb Baratz den Angaben zufolge auf seiner Facebook-Seite.

Über US-Außenminister John Kerry schrieb er, dieser habe "das mentale Alter eines Zwölfjährigen", wie die "Jerusalem Post" berichtete.

Baratz irritierte aber auch mit Äußerungen über den Staatspräsidenten seines eigenen Landes. Reuven Rivlin sei "eine solche Randfigur, dass man sich um sein Leben nicht sorgen muss", schrieb Baratz, nachdem der Präsident mit Economy Class geflogen war und Mitreisenden die Hand gedrückt hatte.

Die Berichte kamen kurz vor einer geplanten US-Reise Netanjahus, der am Montag Obama treffen wird. Das Verhältnis der Politiker gilt ohnehin als sehr angespannt. Netanjahu distanzierte sich von Baratz' Äußerungen und betonte, diese spiegelten nicht seine Positionen wider.

Baratz habe sich entschuldigt, und man werde sich nach Netanjahus Rückkehr zu einem klärenden Gespräch treffen, teilte das Büro des Ministerpräsidenten mit. Netanjahu werde die Ernennung jedoch nicht neu erwägen, berichtete der israelische Rundfunk.

Bericht des israelischen Rundfunks, hebräisch

Bericht der Jerusalem Post

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