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Nordkoreas Diktator Kim Jong UN

Raketendrohung und Massenkundgebung

Kim: "Zeit ist reif, um Rechnung zu begleichen"

Pjöngjang - Nordkorea hat seine Kriegsrhetorik noch einmal gesteigert: Diktator Kim Jong Un drohte, die "offene Rechnung" mit den USA nun begleichen zu wollen und heizte sein Volk bei einer Massenkundgebung an.

Als Reaktion auf neue Übungsflüge kernwaffentauglicher US-Bomber in Südkorea hat das kommunistische Nordkorea seine Atomkriegsdrohungen verschärft. Machthaber Kim Jong Un habe in einer nächtlichen Dringlichkeitssitzung mit Spitzen der Armee den Befehl erteilt, die strategische Raketeneinheiten in Angriffsbereitschaft zu versetzen, berichteten die Staatsmedien des Landes am Freitag. Die Raketen sollten im Fall einer "rücksichtslosen Provokation jederzeit" abgefeuert werden können, um das Festland der USA, deren Militärstützpunkte auf Hawaii, Guam und andere Gebiete im Pazifik sowie Ziele in Südkorea zu treffen.

Nordkoreaner marschieren bei der Massenkundgebung in Reih und Glied

Erneut unterstellte Pjöngjang den USA, einen Nuklearkrieg vorzubereiten. Mit den Flügen von B-2-Langstreckenbombern über Südkorea wollten die USA ein entsprechendes Ultimatum setzen. Das sei keine militärische Machtdemonstration mehr. Der B-2-Einsatz bedeute den Beginn einer „rücksichtslosen Phase, die über die Phase der Drohung und Erpressung hinausgeht“. Nach dem Urteil Kim Jong Uns sei deshalb die „Zeit gekommen, mit den US-Imperialisten eine Rechnung zu begleichen“, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Kurz nach dieser Ankündigung fand in Pjöngjang eine Massenkundgebung statt, bei der Tausende Slogans wie „Tod den US-Imperialisten“ und „Fegt die US-Aggressoren hinweg“ riefen.

Russland warnte vor „militärischen Muskelspielen“ auf der Halbinsel. Die Lage könne außer Kontrolle geraten, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Mit Sorge sehe Russland die militärischen Handlungen in der Region. „Das führt zu einem Teufelkreis“, sagte Lawrow. Die Spannungen dürften nicht dazu genutzt werden, geopolitische Fragen in der Region mit Kriegsmitteln zu lösen.

Raketeneinheiten seit Dienstag in "höchster Alarmbereitschaft"

Begleitetet von neuen Angriffsdrohungen gegen die USA und Südkorea hatte dass oberste Truppenkommando des Nordkoreas bereits am Dienstag erklärt, alle Feldartillerie- und strategischen Raketeneinheiten seien in „höchste Alarmbereitschaft“ versetzt worden.

Das Land verfügt nach Meinung von Experten nicht über die Kapazitäten für einen direkten Atomangriff auf die USA. Doch befürchten Südkorea und die USA, Nordkorea könne andere militärische Provokationen unternehmen. Vor einer Woche hatten beide Verbündete einen Einsatzplan für den Fall jeder Art von Provokationen durch Nordkorea unterzeichnet.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar deutlich verschärft. Angesichts der Ausweitung von UN-Sanktionen wegen des Tests und der jährlichen amerikanisch-südkoreanischen Militärübungen hatte Nordkorea einen Nichtangriffspakt mit Südkorea für ungültig erklärt.

So inszeniert sich Bubi-Diktator Kim Jong Un

So inszeniert sich Bubi-Diktator Kim Jong Un

Am Donnerstag hatten zwei Tarnkappenbomber der Typs B-2 Spirit der US-Luftwaffe Angriffsflüge in Südkorea geübt. Die Bomber hätten auf dem Weg von Missouri nach Südkorea und zurück über 10.000 Kilometer zurückgelegt, hatte die US-Armee erklärt. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte am Donnerstag, die Aktion mit den B-2-Bombern sei Teil einer gewöhnlichen Übung und sei nicht als Provokation gegen Nordkorea gedacht. Die kriegerische Rhetorik der Führung in Pjöngjang erhöhe die Gefahr in der Region und die USA „müssen diese Tatsache sehen“. Nordkoreas Verhalten sei sehr gefährlich. Bereits zuvor hatten amerikanische B-52-Langstreckenbomber an den Übungen in Südkorea teilgenommen. Nordkorea fühlt sich durch diese Flüge provoziert.

Die gemeinsame Militärübung mit Südkorea diene der Verteidigung, hatte das Weiße Haus am Donnerstag bekräftigt. Die USA stünden „Schulter an Schulter mit unseren Verbündeten in Südkorea“. Zu Gesprächen über den Konflikt mit Nordkorea reist US-Außenminister John Kerry nach Angaben seiner Behörde übernächste Woche nach Seoul, Tokio und Peking.

dpa

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