Kim Jong Un
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Kim Jong Un.

Kim besucht Truppenübungen

Nordkorea will USA militärisch schlagen

Seoul - Nordkoreas Propagandamaschinerie läuft während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama in der Region auf Hochtouren und wartet mit Allmachtsfantasien und einem bizarren Bericht auf.

Als Reaktion auf den Besuch von US-Präsident Barack Obama in Südkorea hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un demonstrativ die militärische Einsatzfähigkeit seines Landes überprüft. Bei einer Sitzung der erweiterten Zentralen Militärkommission forderte er die Armee des Landes auf, sich weiterzuentwickeln, um jede Konfrontation mit den USA gewinnen zu können, berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien am Sonntag. Die Volksarmee müsse die Tradition fortsetzen, eine Armee der Partei zu sein und „einen Sieg nach dem anderen in der Konfrontation mit den USA zu erringen“, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag. Offensichtlich ging es auch um Umbesetzungen innerhalb des mächtigen Gremiums.

Das gesamte Wochenende über besuchte Kim zudem Truppeneinheiten. Auch nahm er an einer Artillerieübung teil, bei der laut KCNA "größere Ziele" in der Nähe der umstrittenen Seegrenze mit Südkorea getroffen werden sollten. Bereits seit Tagen warnen Experten zudem vor einem möglichen weiteren Atomwaffentest des stalinistisch geführten Landes.

Obama hatte zuvor Südkorea für den Fall eines bewaffneten Konflikts mit dem Nachbarn seine Unterstützung zugesagt. Angesichts von Hinweisen auf einen möglichen neuen Atomtest Nordkoreas sagte Obama, Drohungen seien kein Zeichen von Stärke. Der US-Präsident nannte das Land einen "Schurkenstaat" und warnte Pjöngjang vor weiterer internationaler Isolation.

Obama hatte am Samstag seinen Besuch in Südkorea beendet. Vor seiner Weiterreise nach Malaysia unterstrich er vor US-Soldaten in Seoul die Entschlossenheit der USA, Südkorea gegen Bedrohungen Nordkoreas zu verteidigen. Nach Einschätzung Südkoreas könnte Nordkorea jederzeit einen vierte Atomtest unternehmen.

US-Bürger sucht angeblich Asyl

Für Aufsehen sorgte ebenfalls ein Bericht aus Nordkorea, wonach ein US-Tourist angeblich Zuflucht in dem Land suchen wollte. Der 24-Jährige, dessen Name mit „Miller Matthew Todd“ angegeben wurde, sei wegen „unbedachten Verhaltens“ festgenommen worden, berichteten die staatlichen Medien am Samstag. Sein Touristenvisum habe er bei der Einreise „in Stücke gerissen und sich heiser geschrien, er würde Asyl beantragen“.

Der Amerikaner gab den Berichten zufolge an, dass er die Volksrepublik als Zufluchtsort gewählt habe. Sein Verhalten sei jedoch ein grober Verstoß gegen die Gesetze des Landes. Das US-Außenministerium kenne die Berichte, sagte die Sprecherin Jen Psaki in Washington. Es lägen aber zunächst keine zusätzlichen Informationen vor.

Die US-Regierung bemüht sich bereits seit längerem um die Freilassung eines amerikanischen Missionars aus nordkoreanischer Haft. Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht in Nordkorea den 45 Jahre alten Kenneth Bae wegen angeblicher Umsturzversuche zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

dpa

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