Uwe Mundlos.
+
Der mutmaßliche NSU-Terrorist Uwe Mundlos.

Aussage eines Schulfreunds

NSU-Zeuge: Mundlos interessierte sich für die RAF

München - Der mutmaßliche NSU-Terrorist Uwe Mundlos hat sich nach Aussage eines Schulfreundes schon zu DDR-Zeiten für die terroristische „Rote Armee Fraktion“ (RAF) interessiert.

Im Münchner NSU-Prozess sagte der Schulfreund am Donnerstag als Zeuge, Mundlos habe wohl Bücher über die westdeutschen Linksterroristen gelesen und ihm viel darüber erzählt. „Es ging hauptsächlich um das Thema, wie man untertaucht.“ Für einen DDR-Jugendlichen sei das ungewöhnlich gewesen.

Politisch sei Mundlos für seine ablehnende Einstellung zum DDR-Staat und zur Partei bekanntgewesen. Gegenüber Lehrern habe er regelrecht provoziert. Bis zum Ende der Schulzeit habe er sich immer weiter nach rechts entwickelt und radikalisiert. Der Zeuge sagte, er habe auch Beate Zschäpe kennengelernt, die er als auffallend selbstbewusst und im Umgang mit Männern als „vulgär“ beschrieb.

Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr die Beteiligung an der Mordserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und zwei Sprengstoffanschlägen vor.

dpa

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Perus Ex-Präsident Fujimori bittet um Begnadigung

Lima (dpa) - Kurz vor dem Ende der Amtszeit von Perus Präsident Ollanta Humala hat der inhaftierte Ex-Machthaber Alberto Fujimori um eine Begnadigung ersucht. Der Antrag …
Perus Ex-Präsident Fujimori bittet um Begnadigung

Bayern will Bundeswehr-Einsatz bei Terrorgefahr ermöglichen

München - Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann fordert, dass sich die Polizei in Deutschland bei Terrorlagen von der Bundeswehr helfen lassen darf.
Bayern will Bundeswehr-Einsatz bei Terrorgefahr ermöglichen

Kauder vermisst bei Gabriel Eintreten für TTIP-Abkommen

Berlin - Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel vorgeworfen, durch eine mangelnde Unterstützung für das Freihandelsabkommen TTIP …
Kauder vermisst bei Gabriel Eintreten für TTIP-Abkommen

Kubicki: Staat muss Integrationsverweigerung sanktionieren

Sorgerecht entziehen, Bußgeld verhängen, sogar Haft - mit Sanktionen will FDP-Vize Kubicki gegen Migranten vorgehen, die sich der Integration verweigern.
Kubicki: Staat muss Integrationsverweigerung sanktionieren

Kommentare