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Ein Zeuge beim NSU-Prozess hat seine Beteiligung an der Beschaffung einer Waffe bestritten.

War der Unterstützer beteiligt

NSU-Zeuge bestreitet Beschaffung von Waffe

München - Ein mutmaßlicher Unterstützer des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ hat im NSU-Prozess bestritten, an der Beschaffung der „Ceska“-Pistole beteiligt gewesen zu sein.

„Das war kein Gesprächsthema“, sagte der Zeuge am Dienstag. Er könne sich nicht erklären, warum sein Name damit in Verbindung gebracht werde. Mit der Pistole waren neun der zehn Opfer des NSU getötet worden. Die Bundesanwaltschaft wertet den wiederholten Gebrauch der Pistole als Markenzeichen des Terrortrios.

Der Betreiber eines Szeneladens, der Ende der 1990er Jahre Kleidung und Accessoires für die rechtsextreme Szene verkaufte, hatte in einer Vernehmung gesagt, der Mann habe ihm die Pistole vom Typ „Ceska“ übergeben. Dies stimme nicht, beteuerte der Zeuge. Er vermute, er werde mit einer anderen Person verwechselt.

Er bestritt auch, Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos oder andere Personen aus dem Umfeld des NSU zu kennen. Nur an Ralf Wohlleben könne er sich flüchtig erinnern. Politische Aktivitäten seien „nicht mein Ding“, sagte er. Er sei nur immer gern am 1. Mai demonstrieren gegangen, „manchmal zur Antifa, manchmal zur NPD“, wobei es ihm darum gegangen sei, dass „da Spektakel ist“. Die Vernehmung des Zeugen sollte am Nachmittag fortgesetzt werden.

Der NSU-Prozess: Zentrale Fragen rund um das Verfahren

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dpa

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