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US-Präsident Barack Obama.

"Werden uns nicht terrorisieren lassen"

Nach Bluttat in Kalifornien: Das sagt Obama

Los Angeles - Nach der als "Terrorakt" eingestuften Schießerei in Kalifornien demonstriert US-Präsident Barack Obama Entschlossenheit im Kampf gegen extremistische Gewalt.

"Wir sind widerstandsfähig. Und wir werden uns nicht terrorisieren lassen", sagte er am Samstag in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Am Sonntagabend will Obama in einer Rede an die Nation die Maßnahmen seiner Regierung im Kampf gegen Dschihadisten erläutern. Ermittler durchsuchten unterdessen in Kalifornien ein weiteres Haus. Obama werde erläutern, welche Maßnahmen seine Regierung treffe, um die Sicherheit der US-Bürger zu gewährleisten, teilte das Weiße Haus in Washington am Samstag mit. Er werde "seine feste Überzeugung bekräftigen, dass der IS zerstört werden wird" und dass sich das Bekenntnis zu Werten wie Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden "gegen terroristische Gruppen durchsetzen" werde. Die Rede des US-Präsidenten wird um 20.00 Uhr (Ortszeit, Montag 02.00 Uhr MEZ) gesendet. Zuletzt hatte sich Obama im August 2010 an die Nation gewandt. Damals verkündete er das Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak. Obama will den Angaben zufolge auch über den Stand der Ermittlungen zum Angriff in San Bernardino informieren. In der Stadt nahe Los Angeles hatte der 28-jährige Syed Farook, ein pakistanischstämmiger US-Bürger, zusammen mit seiner 29-jährigen Ehefrau Tashfeen Malik eine Weihnachtsfeier gestürmt. Das Paar tötete 14 Menschen und verletzte 21 weitere, bevor es von der Polizei erschossen wurde. Am Freitag stufte die US-Bundespolizei FBI die Tat als "Terrorakt" ein. Das Paar hatte sich demnach offenbar von "ausländischen Terrororganisationen" inspirieren lassen, war aber nicht in eine größere Gruppe eingebunden. Auch das Weiße Haus erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Täter "Teil einer organisierten Gruppe oder einer Terrorzelle waren". Die IS-Miliz bekannte sich nicht ausdrücklich zu dem Attentat, drückte aber ihre Sympathie aus. In einem englischsprachigen Radiobeitrag wurden die beiden Attentäter am Samstag als "Soldaten" des IS-Kalifats bezeichnet. Im arabischen Programm war von zwei "Unterstützern" des IS die Rede. Washington warnt seit längerem vor in den USA lebenden Islamisten, die sich unbemerkt radikalisieren und zu einer Sicherheitsbedrohung werden. US-Heimatschutzminister Jeh Johnson sprach von einer "neuen Phase in der globalen Terrorbedrohung und in der inneren Sicherheit". Im Zuge der Ermittlungen durchsuchten Beamte am Samstag in Riverside in Kalifornien ein Haus, wie das FBI mitteilte, ohne nähere Angaben zu machen. Zuvor hatte der Sender NBC News berichtet, das FBI habe das Haus eines Freundes von Farook durchsucht. Dieser habe ursprünglich die bei der Schießerei verwendeten Waffen gekauft, gelte aber nicht als Verdächtiger. Im Haus der Attentäter hatten sich am Freitag chaotische Szenen abgespielt: Nachdem der Hausbesitzer die Wohnung für Journalisten geöffnet hatte, durchwühlten dutzende Fotografen, Kameraleute und Neugierige die Wohnung von Farook und Malik. Ein Journalist soll dem Eigentümer 1000 Dollar für den Zutritt bezahlt haben. Medienvertreter kritisierten das Vorgehen. Die "New York Times" veröffentlichte am Samstag zum ersten Mal seit fast hundert Jahren einen Leitartikel auf ihrer Titelseite und sprach sich darin eindringlich für schärfere Waffengesetze aus. Es sei ein "moralisches Verbrechen und eine nationale Schande", dass Zivilisten in den USA legal Waffen kaufen könnten, hieß es in dem Artikel. Auch Präsident Barack Obama mahnte erneut schärfere Waffengesetze an.

AFP

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