"Open the border", "Merkel" und "Germany" rufen Flüchtlinge in Idomeni im Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien. Foto: Kay Nietfeld
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"Open the border", "Merkel" und "Germany" rufen Flüchtlinge in Idomeni im Flüchtlingslager an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien. Foto: Kay Nietfeld
Mazedonische Grenzsoldaten am Grenztor zwischen Griechenland und Mazedonien. Die sogenannte Balkanroute ist faktisch geschlossen. Foto: Kay Nietfeld
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Mazedonische Grenzsoldaten am Grenztor zwischen Griechenland und Mazedonien. Die sogenannte Balkanroute ist faktisch geschlossen. Foto: Kay Nietfeld
Strömender Regen hat das Flüchtlingslager im nordgriechischen Idomeni zu einer Schlammwüste werden lassen. Foto: Kay Nietfeld
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Strömender Regen hat das Flüchtlingslager im nordgriechischen Idomeni zu einer Schlammwüste werden lassen. Foto: Kay Nietfeld
Mit der Blockade eines Güterzuges versuchen Flüchtlinge das Passieren der Grenze erzwingen. Foto: Kay Nietfeld
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Mit der Blockade eines Güterzuges versuchen Flüchtlinge das Passieren der Grenze erzwingen. Foto: Kay Nietfeld
Flüchtlinge lesen einen Flyer der griechischen Rgierung. Die Menschen werden gebeten, das Lager zu verlassen und eine bessere Unterkunft in Griecheland anzunehmen. Foto: Kay Nietfeld/
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Flüchtlinge lesen einen Flyer der griechischen Rgierung. Die Menschen werden gebeten, das Lager zu verlassen und eine bessere Unterkunft in Griecheland anzunehmen. Foto: Kay Nietfeld/
Ein Mann gibt einem Baby im Flüchtlingslager in Idomeni eine Flasche Milch. Nach Schließung der Balkanroute sind Tausende Menschen in dem Lager gestrandet. Foto: Kay Nietfeld
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Ein Mann gibt einem Baby im Flüchtlingslager in Idomeni eine Flasche Milch. Nach Schließung der Balkanroute sind Tausende Menschen in dem Lager gestrandet. Foto: Kay Nietfeld
An der Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland gestrandete Menschen bei der Ausgabe von Lebensmitteln. Foto: Yannis Kolesidis
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An der Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland gestrandete Menschen bei der Ausgabe von Lebensmitteln. Foto: Yannis Kolesidis

Flüchtlingskrise

Österreichs Außenminister fordert weitere Grenzschließungen

Berlin - In der EU mehren sich kritische Stimmen zu dem geplanten Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei. Österreich warnt, die EU dürfe sich nicht vor allem auf die Türkei verlassen. Den Flüchtlingen sollen alternative Wege durch Europa verbaut werden.

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz will verhindern, dass Migranten nach der Schließung der Balkanroute auf andere Strecken ausweichen. "Schlepperei lässt sich nicht ganz verhindern."

"Wir werden daher alles, was wir jetzt an der Westbalkanroute tun, auch entlang der Italien-Mittelmeer-Route tun müssen, damit klar ist, die Zeit des Durchwinkens der Flüchtlinge nach Mitteleuropa ist vorbei - egal auf welcher Route", sagte Kurz der "Bild am Sonntag". "Die Grenzen müssen geschlossen bleiben." Sie könnten erst wieder aufgehen, "wenn der Flüchtlingszustrom nach Europa abgeebbt ist".

Beim EU-Gipfel zur Flüchtlingskrise am Donnerstag und Freitag erwartet Kurz eine Einigung mit der Türkei. Er warnte aber davor, sich ganz auf die Regierung in Ankara zu verlassen. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir der Türkei nicht ausgeliefert sind. Das tun wir, indem die europäischen Regierungen wieder eigenständig Kontrolle darüber erlangen, wer zu uns kommt. Also die Flüchtlinge in Griechenland versorgen und nicht weiter nach Deutschland oder Österreich reisen lassen", erklärte Kurz.

Ankara fordert eine Beschleunigung der geplanten Visa-Erleichterungen und zusätzliche Hilfszahlungen. Im Grundsatz vereinbart ist, dass die EU künftig alle unerlaubt eingereisten Flüchtlinge von den griechischen Inseln zurück in die Türkei schickt. Für jeden zurückgeschickten Syrer soll die EU einen syrischen Flüchtling legal aus der Türkei einreisen lassen.

Die EU-Mitgliedstaaten arbeiten einem Zeitungsbericht zufolge an einem beschleunigten Auswahlverfahren, um schnell große Flüchtlingskontingente aus der Türkei aufnehmen zu können. Bereits am Montag treffen sich dazu Experten der 28 Staaten zu weiteren Beratungen, wie die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf EU-Verhandlungskreise berichtete.

Die in der Vergangenheit praktizierte Auswahl durch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR wird demnach nicht in Betracht gezogen. Der intensive Auswahlprozess durch das UNHCR würde dazu führen, dass pro Jahr nicht mehr als rund 50 000 geeignete Syrer in der Türkei identifiziert werden könnten. Ankara erwartet dagegen die Aufnahme von deutlich größeren Kontingenten in der EU.

Bei einem beschleunigten Verfahren soll der Fokus dem Bericht zufolge darauf gelegt werden, dass von einem ausgewählten Flüchtling keine Gefahr ausgeht. Eine Voraussetzung könnte ein vorhandenes Ausweisdokument sein, das man mit Datenbanken abgleichen kann. Umfangreichere Interviews könnten später in der EU nachgeholt werden. Die Rolle der türkischen Behörden bei dem Auswahlprozess soll deutlich gesteigert werden.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat Deutschland aufgefordert, eine Obergrenze für die Aufnahme von Flüchtlingen einzuführen. "Erst wenn Deutschland einen Richtwert nennt und Flüchtlinge nur noch direkt aus den Krisenregionen holt, durchbricht man die Logik der ungeordneten Migration", sagte Faymann der Tageszeitung "Österreich". Gemessen am Wiener Richtwert sollte die Bundesrepublik jährlich 400 000 Flüchtlinge aufnehmen.

Die Balkanroute sollte weiterhin geschlossen bleiben. Männer, Frauen und Kinder, die mit Hilfe von Schleppern an der EU-Außengrenze ankommen, müssten ausnahmslos zurückgeschickt werden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) soll nach Meinung Faymanns klare Regeln für die Verteilung der Menschen einführen. "Sie muss das Modell durchbrechen, dass in einem Wettlauf jener der Sieger ist, der Deutschland erreicht. Man kann sich das Aufnahmeland nicht aussuchen", sagte Faymann der "Kronen Zeitung".

dpa

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