+
Die ukrainische Regierung wirft den Rebellen im Osten des Landes den Beschuss von Flüchtlingskonvois vor.

Vorwurf der Regierung in Kiew

Rebellen sollen Flüchtlinge beschossen haben

Lugansk - Beim Beschuss eines Flüchtlingskonvois durch prorussische Separatisten im Osten der Ukraine sind nach Angaben Kiews "zahlreiche" Menschen getötet worden.

Kiew hat prorussische Rebellen im Osten der Ukraine beschuldigt, einen Flüchtlingskonvoi beschossen und "zahlreiche" Menschen getötet zu haben. Die Rebellen hätten die fliehenden Zivilisten nahe Lugansk am Montagmorgen mit aus Russland gelieferten Mörsern und Grad-Raketenwerfern beschossen, erklärte der ukrainische Armeesprecher Andrej Lyssenko. "Viele Zivilisten" seien bei dem Angriff auf einer Straße östlich der Stadt getötet worden, darunter Frauen und Kinder.

Den Angaben zufolge fand der Angriff im Norden von Lugansk zwischen Chriaschtschuwate und Nowoswitliwka statt. Der Konvoi sei dort in einem humanitären Korridor unterwegs gewesen, über den in zwei Tagen bereits mehr als 1800 Menschen aus Lugansk flohen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten Chriaschtschuwate zurückerobert, doch bei einem Gegenangriff der Rebellen seien die Flüchtlinge Lyssenko "mitten in die Kampfzone" geraten, sagte Lyssenko.

Die ukrainische Armee belagert Lugansk seit Wochen. Die in der Stadt verschanzten Aufständischen leisten erbitterten Widerstand. Zehntausende Zivilisten flohen bereits aus dem Kampfgebiet. Die Regierung in Kiew beschuldigt Russland, die Rebellen mit Kämpfern und Waffen zu unterstützen. In den vergangenen Tagen gab es von ukrainischer Seite wiederholt Meldungen, wonach russische Militärkolonnen über die Grenze in die Ukraine vorgedrungen sein sollen. Moskau bestreitet die Berichte.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rheinland-Pfalz hält an Verkauf von Flughafen Hahn fest

Die rheinland-pfälzische Landesregierung will den Flughafen Hahn nach wie vor verkaufen und gibt dem chinesischen Investor trotz einer säumigen Zahlung eine neue Chance. …
Rheinland-Pfalz hält an Verkauf von Flughafen Hahn fest

US-Luftangriffe töten 250 IS-Kämpfer am Rande Falludschas

Washington (dpa) - Bei einer Serie von US-Luftangriffen im Irak sind mindestens 250 Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) getötet worden.
US-Luftangriffe töten 250 IS-Kämpfer am Rande Falludschas

Merkel äußert Verständnis für Junckers Ceta-Vorgehen

EU-Kommissionspräsident Juncker muss viel Prügel für seinen Plan einstecken, das Handelsabkommen zwischen EU und Kanada ohne die nationalen Parlamente abzuschließen. Die …
Merkel äußert Verständnis für Junckers Ceta-Vorgehen

Alarm auf Regierungsflughafen bei Washington war Missverständnis

Washington - Der Militärflughafen Joint Base Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington DC ist nach Berichten über einen Zwischenfall mit einem Bewaffneten geschlossen …
Alarm auf Regierungsflughafen bei Washington war Missverständnis

Kommentare