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Die Waffenruhe in der ostukraine scheint zu halten. Die Menschen stehen jedoch vor den Trümmern ihrer Existenz.

Abzug läuft

OSZE: Waffenstillstand in Ostukraine hält

Berlin/Donezk - Der Waffenstillstand in der umkämpften Ostukraine bleibt fragil, aber er hält einigermaßen, auch nach Eindrücken der OSZE-Beobachter. Der Abzug schwerer Waffen soll eigentlich am Montag beendet sein. Doch die Konfliktparteien brauchen wohl mehr Zeit.

Die Aufständischen in der Ostukraine haben alle schweren Waffen nach eigenen Angaben von der Frontlinie zurückgezogen und damit einen zentralen Punkt des Friedensabkommens erfüllt. „Im Raum Donezk wurde das Kriegsgerät in Anwesenheit von OSZE-Beobachtern abgezogen“, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin am Sonntag. Auch die militanten Gruppen in der benachbarten Separatistenhochburg Luhansk sprachen von einem Rückzug ihrer Panzer und Artillerie.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bestätigte diesen wichtigen Schritt zur Entspannung zunächst nicht.

Ukrainischen Medien zufolge kamen am Samstag durch Mörserfeuer ein Fotograf sowie ein Kämpfer der Regierungstruppen ums Leben. Beide Konfliktparteien wiesen die Verantwortung für den Beschuss von sich. Der Fotograf ist den Angaben zufolge der siebte Journalist, der seit April bei den Gefechten in der Ostukraine getötet wurde.

Die Zentralregierung in Kiew teilte mit, dass die vor zwei Wochen in Kraft getretene Feuerpause im Kriegsgebiet Donbass weitgehend eingehalten werde. In der Nacht zum Sonntag seien keine Schüsse gefallen, teilte das Militär mit. Lediglich am Vorabend hätten die prorussischen Separatisten mehrfach Stellungen der Regierungstruppen beschossen. Die Aufständischen wiesen dies zurück und meinten, sie hätten nur auf „Provokationen“ der Armee reagiert.

Die Feuerpause und die Schaffung einer entmilitarisierten Zone sind Kernpunkte eines Friedensplans, den die Seiten am 12. Februar in der weißrussischen Hauptstadt Minsk bei Verhandlungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den Präsidenten Russlands, der Ukraine und Frankreichs, Wladimir Putin, Petro Poroschenko und François Hollande, vereinbart hatten.

dpa

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