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Trump-Fans, wie hier in South Carolina, gibt's weltweit - Papst Franziskus gehört nicht zu ihnen.

Hickhack des Republikaners mit Kirchenoberhaupt 

Trump nennt Rüffel vom Papst "schändlich"

Rom/Washington - Papst Franziskus hat dem republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump eine unchristliche Haltung gegenüber Einwanderern aus Mexiko vorgeworfen. Trump reagierte prompt und nannte die Papst-Rüffel "schändlich".

"Jemand, der Mauern anstelle von Brücken bauen will, ist kein Christ", sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Donnerstag während der Rückreise von seinem Mexiko-Besuch. Trump bezeichnete die Äußerungen zunächst als "schändlich", machte später aber eine Kehrtwende. Der Papst bezog sich mit seiner Äußerung auf die Ankündigung Trumps, im Fall eines Wahlsiegs eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten, um die Einwanderung in die USA einzudämmen. Franziskus betonte, er wolle sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen oder eine Wahlempfehlung für oder gegen Trump abgeben. "Ich sage nur: Wenn er solche Dinge sagt, dann ist dieser Mann kein Christ."

Trump: "Ich bin stolz, ein Christ zu sein"

Trump reagierte umgehend: "Es ist schändlich von einem religiösen Führer, den Glauben eines Menschen in Frage zu stellen", erklärte Trump. "Ich bin stolz, ein Christ zu sein, und als Präsident werde ich nicht erlauben, dass das Christentum ständig angegriffen und geschwächt wird." Er hatte den Papst bereits zuvor kritisiert und ihm vorgeworfen, die Grenze zu den USA nur auf Drängen der mexikanischen Regierung zu besuchen. Später sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung, der Papst sei "ein wunderbarer Mann", vor dem er "großen Respekt" habe.

Trump deutete zugleich an, dass seine vorherige Äußerung missverstanden worden sei. Franziskus leiste "sehr gute Arbeit" und habe "viel Energie", lobte Trump. Er gehe davon aus, dass der Papst über die Lage an der mexikanischen Grenze falsch informiert gewesen sei.

Der Papst war am Mittwoch zum Abschluss seines Besuchs in Mexiko an die Grenze zu den USA gereist und hatte Solidarität mit Flüchtlingen verlangt. "Wir dürfen die Augen nicht vor der humanitären Krise verschließen, die sich in den vergangenen Jahren in der Auswanderung tausender Menschen gezeigt hat", sagte der 79-Jährige bei einer Messe in der Grenzstadt Ciudad Juárez. Die weltweit "erzwungene Migration" sei eine "menschliche Tragödie". In einer symbolischen Geste bestieg er eine Rampe am Rio Grande und schaute über die Grenze in die USA, wo hunderte Migranten ihm zuwinkten.

Trump warf der mexikanischen Regierung vor, dem Papst nur "eine Seite der Geschichte" gezeigt zu haben. "Er hat nicht die Kriminalität, den Drogenhandel und die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen gesehen, welche die aktuelle Politik auf die USA hat", führte er aus.

Trump ging auch auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ein, die mit Angriffen auf den Vatikan gedroht hatte. "Wenn der Vatikan von Isis angegriffen wird, was, wie jeder weiß, Isis' ultimative Trophäe ist, verspreche ich euch, dass der Papst gewünscht und gebetet hätte, dass Donald Trump Präsident gewesen wäre, weil dies nicht geschehen wäre", gab Trump zu Protokoll. Er nutzte dabei Isis als alternative Bezeichnung für die Dschihadistenmiliz IS.

AFP

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