Ein französischer Soldat patrouilliert am Eiffelturm in Paris. Foto: Etienne Laurent/Archiv
1 von 12
Ein französischer Soldat patrouilliert am Eiffelturm in Paris. Foto: Etienne Laurent/Archiv
Eine Frau entzündet vor dem Redaktionsgebäude von "Charlie Hebdo" in Paris eine Lerze. Foto: Etienne Laurent
2 von 12
Eine Frau entzündet vor dem Redaktionsgebäude von "Charlie Hebdo" in Paris eine Lerze. Foto: Etienne Laurent
Allein in Paris schätzen die Organisatoren bis zu 1,5 Millionen Teilnehmer. Foto: Ian Langsdon
3 von 12
Allein in Paris schätzen die Organisatoren bis zu 1,5 Millionen Teilnehmer. Foto: Ian Langsdon
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (r) gedenkt vor dem koscheren Supermarkt, in dem in der vergangenen Woche die blutige Geiselnahme stattfand, der Opfer. Foto: Etienne Laurent
4 von 12
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (r) gedenkt vor dem koscheren Supermarkt, in dem in der vergangenen Woche die blutige Geiselnahme stattfand, der Opfer. Foto: Etienne Laurent
Einschusslöcher sind am Tatort der Geiselnahme in einem koscheren Supermarkt im Osten von Paris zu sehen. Foto: Fredrik von Erichsen
5 von 12
Einschusslöcher sind am Tatort der Geiselnahme in einem koscheren Supermarkt im Osten von Paris zu sehen. Foto: Fredrik von Erichsen
Menschen jubeln in Paris dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu. Foto: Etienne Laurent
6 von 12
Menschen jubeln in Paris dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu. Foto: Etienne Laurent
Spitzenpolitiker versammelten sich unweit der Place de la République. Foto: Kay Nietfeld
7 von 12
Spitzenpolitiker versammelten sich unweit der Place de la République. Foto: Kay Nietfeld
Trauer um den von den "Charlie Hebdo"-Attentätern getöteten Polizisten Ahmed Merabet in Paris. Foto: Fredrik von Erichsen
8 von 12
Trauer um den von den "Charlie Hebdo"-Attentätern getöteten Polizisten Ahmed Merabet in Paris. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankreich rüstet auf gegen den Terror

Paris (dpa) - Nach der Terrorserie und der beispiellosen Welle der Solidarität verstärkt Frankreich die Sicherheit des Landes. Zum Schutz vor Terroranschlägen werden 10 000 Soldaten mobilisiert.

Sie sollen nach den Worten von Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian "an sensiblen Punkten des Landes" eingesetzt werden. Premierminister Manuel Valls kündigte neue Maßnahmen im Anti-Terror-Kampf an.

Nach Angaben von Valls bleibt wegen der unveränderten Sicherheitslage die höchste Terrorwarnstufe in Kraft. Präsident François Hollande, in Frankreich oberster Befehlshaber der Streitkräfte, habe die Militärs mit Blick auf das Ausmaß der Bedrohung aufgefordert, sich an Sicherheitsmaßnahmen zu beteiligen, sagte Le Drian. Am Morgen waren die für innere Sicherheit zuständigen Kabinettsmitglieder zu einer erneuten Krisensitzung mit dem Staatschef zusammengekommen.

Valls sprach im Sender BFMTV von neuen Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus. Zunächst sollten Abhörmaßnahmen verbessert werden. Islamistische Häftlinge sollten in Gefängnissen isoliert werden. Zwei der drei Terroristen, die in der vergangenen Woche bei einem Doppelschlag der Sicherheitskräfte getötet wurden, waren in ihrer Haftzeit in Kontakt.

Die Polizei sucht weiter nach Unterstützern der islamistischen Terroristen. Es gebe "ohne Zweifel einen Komplizen", sagte Valls. "Die Jagd geht weiter"; mehr wolle er dazu nicht sagen.

Die gesuchte Freundin eines der Attentäter von Paris ist nach Angaben der türkischen Regierung bereits zum Zeitpunkt des Anschlags nicht mehr in Frankreich gewesen. Hayat Boumeddiene sei am 2. Januar von Madrid nach Istanbul geflogen, sagte Außenminister Mevlüt Cavusoglu nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Sie sei dann am Donnerstag - dem Tag nach dem Anschlag auf das Satiremagazin "Charlie Hebdo" - nach Syrien ausgereist. Das gehe aus ihren Telefondaten hervor.

Für diesen Dienstag kündigte Valls eine Trauerfeier für die bei den Anschlägen getöteten Polizisten an. Dazu wird auch Präsident Hollande erwartet. Noch in dieser Woche solle zudem eine Zeremonie im Gedenken an alle Opfer stattfinden. Die Nationalversammlung plant eine Gedenkstunde anstatt der ursprünglich für Dienstag geplanten Regierungsbefragung.

Die vier jüdischen Opfer des Anschlags auf den koscheren Supermarkt im Osten von Paris werden an diesem Dienstag in Jerusalem beigesetzt. Die Begräbniszeremonie ist auf dem Givat-Schaul-Friedhof am Eingang der Stadt geplant, wie ein Sprecher des israelischen Außenministeriums bestätigte. Die Särge mit den sterblichen Überresten sowie die Angehörigen werden am Dienstagmorgen in Israel erwartet. Joav Hattab (21), Johan Cohen (22), Philippe Braham (45) und François-Michel Saada(60) waren am Freitag bei der Geiselnahme in einem Geschäft am östlichen Stadtrand von Paris getötet worden.

Interview Valls

Frankreichs Regierung

Satirezeitung Charlie Hebdo

Franz. Nationalpolizei auf Twitter

Mehr zum Thema

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Debatte über Bundeswehr und Waffenrecht nach Amoklauf

Psychische Erkrankung, illegale Waffe, Terrorlage - der junge Amokläufer von München und der Einsatz der Polizei werfen Fragen auf. Reichen die Gesetze für die …
Debatte über Bundeswehr und Waffenrecht nach Amoklauf

Orban unterstützt als erster führender EU-Politiker Trumps Kandidatur

München - Ungarns Victor Orban unterstützt als erster EU-Regierungschef Donald Trump als US-Präsidentschaftskandidat: In Sachen Kampf gegen den Terrorismus sei er die …
Orban unterstützt als erster führender EU-Politiker Trumps Kandidatur

Ermittler: Münchner Amoklauf hat keinen Bezug zum IS

München (dpa) - Die Bluttat in einem Münchner Einkaufszentrum mit insgesamt zehn Toten war der Amoklauf eines vermutlich psychisch kranken Einzeltäters - einen Bezug zur …
Ermittler: Münchner Amoklauf hat keinen Bezug zum IS

Mehr als 10.000 Festnahmen in der Türkei

In der EU wächst die Sorge wegen der Massenfestnahmen in der Türkei. Mehr als 10 000 Verdächtige sind bereits betroffen, und die Razzien dauern an. Die Regierung …
Mehr als 10.000 Festnahmen in der Türkei

Kommentare